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Startseite»Nachrichten»Bayern-Patron preist UEFA: Hoeneß: „Einen Wettbewerb ohne Europäer kannst du in die Tonne treten“
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Bayern-Patron preist UEFA: Hoeneß: „Einen Wettbewerb ohne Europäer kannst du in die Tonne treten“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 30, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Bayern-Patron preist UEFA

Hoeneß: „Einen Wettbewerb ohne Europäer kannst du in die Tonne treten“

30.07.2026 | 20:54 Uhr

Uli Hoeneß meldet sich zum angedrohten Boykott der UEFA von zukünftigen FIFA-Turnieren zu Wort. Ferner lässt er aufhorchen, was seine generelle Haltung zu Gianni Infantino betrifft.

Uli Hoeneß hat sich von der UEFA angedrohten Boykott künftiger FIFA-Turniere zu Wort gemeldet und eine klare Meinung dazu geäußert. Am Rande eines Testspiels des FC Bayern am Tegernsee gegen den FC Rottach-Egern (15:0) deutete er zudem an, dass die Europäer mehr Macht hätten, als sie vielleicht selbst glauben mögen.

Nach dem angedrohten Boykott der Europäischen Fußball-Union UEFA sah Hoeneß den geplanten Investoren-Deal von FIFA-Präsident Gianni Infantino zum Scheitern verurteilt. „Ich persönlich glaube, dass die Europäer noch gar nicht wissen, wie stark sie eigentlich sind. Einen Wettbewerb ohne Europäer kannst du in die Tonne treten“, sagte Bayern Münchens Ehrenpräsident am Rande des Trainingslagers am Tegernsee: „Wenn die Europäer wirklich einig sind, wenn sie konsequent daran arbeiten, dann wird Herr Infantino mit diesem Plan nicht durchkommen.“

Am Nachmittag hatten alle 55 UEFA-Nationalverbände einen Boykott aller FIFA-Turniere beschlossen, sollte das Vorhaben des Weltverbandes, Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen, umgesetzt werden. Laut übereinstimmender Medienberichte soll Infantino den Mitgliedsverbänden eine Zustimmungsfrist bis zum 19. September gesetzt haben. Die Verbände werden mit hohen Summen und der Aussicht auf eine nochmals erweiterte WM geködert. Eine einfache Mehrheit soll ausreichen, um die Vorhaben umzusetzen. Ein Boykott der UEFA könnte Infantinos Pläne massiv ins Wanken bringen.

Erinnerungen an G-14

Hoeneß erinnerte in der anhaltenden Diskussion an die ehemalige G-14-Gruppe, einem Zusammenschluss europäischer Spitzenvereine, die 1998 gegründet worden war und die Interessen der Vereine gegenüber der UEFA und FIFA vertreten sollte. „Wir hatten es mit der G-14 damals im Klubbereich auch geschafft, die UEFA an den Tisch zu bringen, viel mehr Geld rauszuholen, viel mehr Akzeptanz rauszuholen für die großen Vereine“, sagte Hoeneß: „Und so etwas Ähnliches stelle ich mir jetzt auch vor. Dass die Verbände und die Länder, die in der Welt wichtig sind, und das sind für mich in erster Linie die Europäer, dass die sich einig sind. Und wenn die sich einig sind, dann wird das nicht kommen.“

Zu Infantino wollte sich der 74 Jahre alte Hoeneß nicht dezidiert äußern. „Ich habe ja eine spezielle, sehr starke Meinung. Aber es ist mir zu früh, die bekanntzugeben“, sagte der Bayern-Patron. Die Meinung sei aber „auf jeden Fall“ gegen Infantino, bestätigte Hoeneß auf eine entsprechende Nachfrage.

Verwendete Quellen: ntv.de, mbl/sid/dpa

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