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Startseite»Nachrichten»Bei privatem Coaching: Schalke-Jugendtrainer soll Zwölfjährigen missbraucht haben
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Bei privatem Coaching: Schalke-Jugendtrainer soll Zwölfjährigen missbraucht haben

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Bei privatem CoachingSchalke-Jugendtrainer soll Zwölfjährigen missbraucht haben

Der Verein hat den Mann umgehend freigestellt und zeigt sich entsetzt über die Vorwürfe. (Foto: picture alliance / DeFodi Images)

Schwere Vorwürfe gegen einen Mitarbeiter aus der Nachwuchsabteilung des FC Schalke 04: Er soll sich an einem Kind vergangen haben, das er privat coachte. Die Mutter des Jungen erstattet Anzeige. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Ein Missbrauchsverdacht erschüttert die Jugendabteilung des FC Schalke 04. Die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt gegen einen Mitarbeiter des Vereins, der auch Co-Trainer gewesen sein soll, wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Zwölfjährigen. Laut der „Westdeutschen Allgemeine Zeitung“ (WAZ) hat die Mutter des Jungen am 18. April Anzeige erstattet.

Demnach hatte sich der erste Kontakt zwischen dem Beschuldigten und dem Jungen bereits Wochen vor einem Sichtungstraining des FC Schalke 04 im Frühjahr ergeben. So soll der Mann dem Kind exklusive Individualtrainings im Münsterland angeboten haben. Im Rahmen eines solchen Einzeltrainings kam es dann dem Bericht zufolge zu einem Übergriff außerhalb des Vereinsgeländes in Gelsenkirchen.

Nur wenige Tage nach der Anzeige durchsuchten Ermittler am 22. April die Privaträume des Mannes. Dabei stellten sie nach Angaben der Staatsanwaltschaft zahlreiche Datenträger sicher. Deren Auswertung laufe noch, heißt es. Ob es weitere mögliche Geschädigte gibt, sei ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen.

Schalke will „uneingeschränkt“ kooperieren

Der FC Schalke 04 wurde nach Eingang der Anzeige von den Behörden informiert und stellte den Mitarbeiter umgehend frei. In einer Stellungnahme, die der WAZ vorliegt, heißt es: „Der Schutz von Kindern und Jugendlichen steht zu jeder Zeit an erster Stelle. Die Bestürzung über die Informationen ist daher enorm.“ Weiter erklärt der Verein demnach: „Nach aktuellem Stand betreffen die Ermittlungen Sachverhalte, die sich außerhalb des Vereinsgeländes ereignet haben sollen.“ Schalke unterstütze die behördliche Aufklärung „vollumfänglich“ und kooperiere „uneingeschränkt“ mit den zuständigen Stellen.

Die WAZ berichtet darüber hinaus, dass der Verein für die interne Prüfung anwaltliche Unterstützung hinzugezogen habe. Außerdem verweist Schalke auf sein Kinderschutzkonzept, das 2023 in der Vereinssatzung verankert worden sei. Laut Vereinsdarstellung sollen „Einzelsituationen zwischen Erwachsenen und Kindern“ durch das Sechs-Augen-Prinzip vermieden werden, für sensible Situationen gebe es klare Regeln und feste Abläufe.

Ob sich der Verdacht am Ende bestätigt, müssen Polizei und Staatsanwaltschaft nun im Rahmen der laufenden Ermittlungen klären. Bis zu einer Urteilsverkündung gilt für den Mann die Unschuldsvermutung.

Quelle: ntv.de, hny

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