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Startseite»Nachrichten»Bevor der Herbst kommt: Diese Gartenarbeiten sollten noch im September erledigt werden
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Bevor der Herbst kommt: Diese Gartenarbeiten sollten noch im September erledigt werden

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 19, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Bevor der Herbst kommt Diese Gartenarbeiten sollten noch im September erledigt werden

Vor dem Herbstanfang gibt es im Garten noch einiges zu tun. (Foto: istockphoto.com)

Der Sommer geht zu Ende, im Garten gibt es aber noch einiges zu tun. Von der letzten Ernte über neue Pflanzungen bis zur Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit: Hier sollten Hobbygärtner noch anpacken.

Der September ist ein Übergangsmonat im Garten: Viele Sommerpflanzen blühen noch, gleichzeitig kündigen kürzere Tage und kühlere Nächte bereits den Herbst an. Wer seinen Garten jetzt auf die kommende Jahreszeit vorbereitet, schafft nicht nur Ordnung, sondern kann auch schon die Grundlage für ein blühendes Frühjahr legen.

Gemüse und Obst ernten

Tomaten, Zucchini, Bohnen und viele andere Gemüsesorten liefern im September noch reichlich Ertrag. Jetzt sollte regelmäßig kontrolliert und reifes Gemüse geerntet werden. Auch Äpfel, Birnen und Pflaumen sind je nach Sorte noch im Garten zu finden.

Bei Tomaten lohnt es sich, die Pflanzen im Blick zu behalten. Gegen Ende September können ausgewachsene, aber noch grüne Früchte geerntet und anschließend bei Zimmertemperatur nachgereift werden. Die Gartenakademie Rheinland-Pfalz empfiehlt, die Tomatenpflanzen erst ab Ende September zu roden.

Jetzt noch Stauden pflanzen

Der Herbst ist eine gute Zeit, um Stauden und bestimmte Gehölze zu pflanzen. Der Boden ist häufig noch warm, während die Temperaturen nicht mehr so hoch sind wie im Sommer. Dadurch können Pflanzen vor dem Winter noch Wurzeln bilden.

Auch Frühblüher wie Krokusse, Narzissen oder Märzenbecher können im Herbst in die Erde. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) empfiehlt, Zwiebeln jetzt zu setzen, damit sie sich über den Winter an ihrem Standort etablieren und im Frühjahr früh starten können.

Rasen nicht zu kurz schneiden

Beim Rasen sollte im September nicht übertrieben werden. Ein sehr kurz geschnittener Rasen ist weniger widerstandsfähig und bietet außerdem weniger Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

Wer einen naturnahen Garten möchte, kann einzelne Bereiche sogar länger wachsen lassen. Der NABU empfiehlt unter anderem, Rasen weniger häufig zu mähen und Wildkräuter zuzulassen. Das kann gerade in trockenen Sommern ein Vorteil sein, da artenreiche Wiesen besser mit Hitze und Trockenheit zurechtkommen können.

Laub nicht sofort überall entfernen

Die ersten Blätter fallen bereits von den Bäumen – trotzdem muss der Garten noch nicht komplett vom Laub befreit werden. In Beeten kann eine dünne Laubschicht sogar sinnvoll sein: Sie schützt den Boden und kann später von Bodenorganismen zersetzt werden.

Auch für Tiere ist ein etwas unaufgeräumter Garten hilfreich. Laub- und Reisighaufen können beispielsweise als Rückzugsort dienen. Wer beim Herbstputz Gehölzschnitt übrig hat, kann daraus einen Totholzhaufen oder eine Benjeshecke anlegen. Solche Strukturen bieten zahlreichen Tieren Unterschlupf.

Verblühte Stauden nicht sofort abschneiden

Wer seinen Garten möglichst ordentlich mag, möchte verblühte Stauden häufig schnell zurückschneiden. Für die Natur ist es allerdings besser, damit noch zu warten.

Samenstände dienen Vögeln als Nahrung, während Insekten in abgestorbenen Blättern und Stängeln überwintern können. Der NABU rät deshalb dazu, Stauden und Gräser möglichst über den Winter stehenzulassen.

Beete für den Herbst vorbereiten

Abgeerntete Gemüsebeete können jetzt von kranken Pflanzenresten befreit und für die nächste Saison vorbereitet werden. Gesunde Pflanzenreste müssen dabei nicht zwingend auf dem Müll landen: Sie können kompostiert oder – sofern geeignet – als Mulch verwendet werden.

Eine Mulchschicht schützt den Boden vor Austrocknung und kann außerdem dazu beitragen, dass Feuchtigkeit länger im Boden bleibt. Gerade angesichts trockener Sommer empfiehlt der NABU, offenen Boden möglichst zu bedecken.

Bäume und Sträucher kontrollieren

Jetzt ist außerdem ein guter Zeitpunkt, Bäume und Sträucher einmal genauer anzusehen. Gibt es abgestorbene oder kranke Äste? Sind Pflanzen von Krankheiten oder Schädlingen befallen? Solche Probleme sollten möglichst früh erkannt werden.

Mit einem starken Rückschnitt sollte man allerdings nicht vorschnell beginnen. Bei Hecken gilt in Deutschland zudem: Größere Rückschnitte und das vollständige Entfernen von Hecken sind zwischen dem 1. März und dem 30. September grundsätzlich verboten. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind erlaubt. Wer seine Hecke stärker zurückschneiden möchte, sollte daher bis Oktober warten.

Nicht alles muss „winterfest“ gemacht werden

Auch wenn der Begriff „Garten winterfest machen“ jedes Jahr auftaucht, muss Mitte September noch nicht alles für den Winter vorbereitet werden. Viele Pflanzen profitieren davon, wenn sie möglichst lange draußen bleiben und Samenstände stehen bleiben.

Sinnvoller ist es, jetzt Schritt für Schritt vorzugehen: ernten, Beete kontrollieren, neue Pflanzen setzen, empfindliche Gewächse beobachten und nach und nach Ordnung schaffen.

Die wichtigste Gartenarbeit im September: weniger aufräumen

Wer seinen Garten im Herbst komplett zurückschneidet und jedes Blatt entfernt, tut der Natur nicht unbedingt einen Gefallen. Einige Bereiche dürfen ruhig etwas wilder bleiben. Verblühte Pflanzen, Laub und Totholz bieten Nahrung und Unterschlupf für Vögel und Insekten.

Wer dagegen im Frühjahr einen gepflegten Garten mit Frühblühern möchte, sollte jetzt aktiv werden: Zwiebeln setzen, Stauden pflanzen und den Boden vorbereiten. So ist der Garten nicht nur für den Winter gerüstet, sondern auch für die nächste Gartensaison.

Quelle: ntv.de, awi/spot

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