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Bizarre Kriegs-Szene um Urenkel von Leonid Breschnew

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 21, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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McDonald’s-Menü als GefangenerUrenkel von Leonid Breschnew sorgt für bizarre Kriegs-Szene

Diese Aufnahmen teilte die 34. Marinebrigade der Ukraine im Mai. Nun ist klar, dass es sich bei dem Mann rechts um den Adoptiv-Urenkel von Leonid Breschnew handelt. (Foto: 34. Marinebrigade der Ukraine)

Bereits seit Wochen befindet sich in den Händen der ukrainischen Streitkräfte ein prominenter Gefangener. Ausgestattet wurde er von ihnen nach seiner Festnahme mit Essen von McDonald’s. Wer der Mann ist, wurde aber erst später öffentlich bekannt.

Eine ukrainische Einheit hat die Gefangennahme von Anton Milajew bestätigt, dem Urenkel des ehemaligen Generalsekretärs der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, Leonid Breschnew. Zuvor hatte der russische Online-Kanal Baza unter Berufung auf Angaben von Milajews Mutter berichtet, dass er festgenommen worden sei. Bei Milajew soll es sich um ihren Adoptivsohn handeln.

Die Mutter berichtete, dass er sich 2025 den Pionieren angeschlossen habe und in der Region Cherson in Gefangenschaft geraten sei. Dort ist die 34. Marinebrigade der Ukraine aktiv, die bereits im Mai ein Video gepostet hatte, in dem Milajew zu sehen ist. In dem Clip sitzen insgesamt vier Soldaten an einem Tisch, einer davon ist der Urenkel des ehemaligen Staatschefs der Sowjetunion.

Besonders bizarr ist, dass die Ukrainer die Russen in dem Video mit Essen von McDonald’s ausstatteten, was von diesen augenscheinlich dankend angenommen wurde. In der Sowjetunion von Leonid Breschnew zu Zeiten des Kalten Krieges gab es keine Restaurants der US-Fastfood-Kette. Diese war dort erst später aktiv.

Warnung an andere Russen

Milajew warnte in dem Video seine Landsleute vor dem Krieg in der Ukraine und dem möglichen Tod, der sie erwarte. Auch sagt er, dass die Männer in Gefangenschaft gut behandelt werden. Inwiefern diese Aussagen erzwungen wurden, lässt sich nicht überprüfen.

Die Ukrainer halten sich an die Genfer Konvention und behandeln russische Kriegsgefangene den Umständen entsprechend gut. Völlig anders soll die Situation in Russland sein, von wo immer wieder schwer kranke ukrainische Kriegsgefangene zurückkehren. Der Menschenrechtsbeauftragte der Ukraine, Dmytro Lubinets, sagte ntv.de dazu: „Zu sagen, dass die Bedingungen in russischer Gefangenschaft entsetzlich sind, ist eine Untertreibung.“ Folter sei ein System, das auf höchster Ebene der russischen Regierung geduldet werde. „Das Ausmaß der Brutalität nimmt stetig zu“, so Lubinets.

Breschnew starb 1982. Er wurde 1906 in Kamjanske im Gebiet der heutigen Ukraine geboren und hatte das höchste Amt der Sowjetunion 18 Jahre lang inne. In der East Side Gallery in Berlin hängt das sogenannte Bruderkussfoto, das ihn und den ehemaligen SED-Chef Erich Honecker zeigt.

Quelle: ntv.de, rog

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