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Startseite»Politik»Brände in Spanien vereinen sich zu großer Feuerfront
Politik

Brände in Spanien vereinen sich zu großer Feuerfront

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 24.07.2026 • 15:56 Uhr

Die Lage in den spanischen Waldbrandgebieten wird immer dramatischer. In der Region Madrid haben sich mehrere Feuer zu einem Großbrand vereint. Die Regierung rief den Notstand aus – erstmals überhaupt wegen eines Waldbrands.

Von Anna Mundt, ARD Madrid

Die schlimmsten Befürchtungen sind eingetreten: In der Nähe der spanischen Hauptstadt Madrid haben sich mehrere Feuer zu einer einzigen Feuerfront zusammengeschlossen. „Im Moment ist das Feuer nicht unter Kontrolle“, sagte ein Regierungssprecher. Die Brände bei San Martín und der bei Villa del Prado stünden kurz davor sich zu vereinen und in Richtung Navas del Rey auszubreiten – rund 50 Kilometer südwestlich von Madrid.

Rings um die Hauptstadt mussten inzwischen mehr als 20.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Im kleinen Ort Chapinería sind mehr als 150 untergekommen, unter ihnen viele Senioren. Geschlafen haben sie auf dem Boden einer Turnhalle.

„Das tut einem im Herzen weh“

Viele von ihnen sind verzweifelt. Joaquin Espinosa sagt: „Überall war Rauch und Feuer. Ich hatte Angst. Die Leute waren nervös. Die alten Menschen liefen durcheinander. Das tut einem im Herzen weh.“ Sie und viele andere müssen erneut evakuiert werden.

Derweil kämpfen Hunderte Feuerwehrleute gegen die Flammen. In der Nacht zu Freitag rief das Innenministerium in der Region Madrid und der nahegelegenen Provinz Ávila den Notstand aus – erstmals überhaupt wegen Waldbränden. Dadurch kann der Staat mehr Mittel und Gelder im Kampf gegen die Flammen mobilisieren. Die Einsätze werden nun unter anderem durch die Katastrophenschutzeinheit des spanischen Militärs UME geleitet.

Starke Winde erschweren Löscharbeiten

Sorgen machen den Einsatzkräften die Wetterbedingungen: Starke Winde machen die Löscharbeiten schwierig. Innenminister Fernando Grande Marlaska spricht von einem kritischen Tag. „Die Wetterbedingungen sind sehr schwierig. Wir versuchen optimistisch zu sein und stellen alle nötigen Einsatzkräfte zur Verfügung, um diesem Notfall zu begegnen.“ Man plane für alle Szenarien.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez bezeichnete die Lage als dramatisch. Das Land hat über den Katastrophenschutzmechanismus der EU vier Löschflugzeuge zur Bekämpfung der Brände angefordert. Griechenland habe bereits zugestimmt, zwei Canadair-Löschflugzeuge zu entsenden.

Hoffnung machen die Wettervorhersagen: Für die kommende Nacht und vor allem für Samstag werden sinkende Temperaturen, steigende Luftfeuchtigkeit und ein Windwechsel erwartet.

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