Menü schließen
Verbraucherrat
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen
  • Nachrichten
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen
  • Beratung
  • Bildung
  • Politik
Facebook X (Twitter) Instagram
Facebook X (Twitter) Instagram
Verbraucherrat
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen

    Riester-Rente von der Sparkasse? Dann bekommen Sie womöglich zu wenig

    Oktober 22, 2026

    Smart-Meter eingebaut, aber monatelang nicht nutzbar

    Oktober 22, 2026

    Ein Tarif für ganz Deutschland: Verbraucherzentrale legt Vorschlag für den Nahverkehr vor

    Oktober 20, 2026

    Energie-Grundversorgung: Verbraucherzentrale für mehr Schutz vor hohen Preisen

    Oktober 20, 2026

    Gesundheitsversorgung: Für Verbraucher:innen wird es teurer

    Oktober 15, 2026
  • Nachrichten

    „Das war unbeschreiblich gut“: Entfesselter Superteenie bewahrt Gladbach vor Fußball-GAU

    Oktober 24, 2026

    Sommerzeit endet: Es wird wieder an der Uhr gedreht

    Oktober 24, 2026

    Knicks verbocken Saisonstart: Desolater Schröder kassiert deftige Abreibung

    Oktober 24, 2026

    Sehr hohe Rendite möglich: ASML mit 25-Prozent-Chance

    Oktober 24, 2026

    Studie zu gewaltigen Transfers: Trumps Steuerpolitik kostete Deutschland bereits 23 Milliarden Euro

    Oktober 24, 2026
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen

    Paris: „Refugees welcome“-Foto der Frau ist manipuliert

    Oktober 23, 2026

    Wahlmaschinen-Video: Fehler sichtbar, Wahlbetrug unbelegt

    Oktober 23, 2026

    Frankreichs Proteste: Wie Fakes das Bild der Unruhen verzerren

    Oktober 23, 2026

    Epstein-Insel: Angebliche Ritualbilder sind Fakes

    Oktober 23, 2026

    Polizeigewalt in Paris: Jugendlicher aus Video lebt

    Oktober 23, 2026
  • Beratung
  • Bildung

    Bildung ist mehr als Schule – Alltagsbildung | Bildung

    Oktober 22, 2026

    „Andere Familiensprache als Deutsch“: Was bedeutet mehrsprachig aufzuwachsen? | Bildung

    Oktober 8, 2026

    Wie können Lehrkräfte und Schulen mit Mehrsprachigkeit umgehen? | Bildung

    Oktober 8, 2026

    Welche Rolle spielt Mehrsprachigkeit in der Bildungspolitik? | Bildung

    Oktober 8, 2026

    Was bedeutet Neutralität in der Schule – und was nicht? | Bildung

    Juli 14, 2026
  • Politik

    US-Midterms: Die Sorge vor einer neuen Wahllüge Trumps

    Oktober 24, 2026

    Brasilien vor der Stichwahl: Die Macht der Influencer

    Oktober 24, 2026

    Nach Anschlag auf Soldaten: Israel startet Operation im Westjordanland

    Oktober 24, 2026

    Wie sieht die Zukunft der Raffinerien aus?

    Oktober 24, 2026

    Frankreich rüstet sich für nächsten Protesttag

    Oktober 23, 2026
Verbraucherrat
Startseite»Politik»Brasilien vor der Stichwahl: Die Macht der Influencer
Politik

Brasilien vor der Stichwahl: Die Macht der Influencer

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 24, 2026Keine Kommentare5 Minuten Lesezeit
Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr E-Mail
Teilen
Facebook Twitter LinkedIn Pinterest E-Mail

Stand: 24.10.2026 • 06:13 Uhr

Wer beherrscht die Sozialen Netzwerke? Diese Frage könnte in Brasilien wahlentscheidend sein. Im digitalen Wahlkampf kann Bolsonaro auf den erfolgreichsten Influencer des Landes zählen – doch auch die Linke hat dazugelernt.

Anne Herrberg

Sie sind jung, links und haben eine klare Mission – sie wollen den Rückstand Lula da Silvas gegen Flávio Bolsonaro wettmachen. Am 7. Oktober, zwei Tage nach dem ersten Wahlgang zur Präsidentschaft Brasiliens, trifft sich eine Gruppe junger und digital aktiver Abgeordneter der linken Arbeiterpartei mit dem Präsidenten in Brasilia.

Am selben Tag gründet sich, unter der Leitung des Abgeordneten André Janones, das „Exercito do Lula“, zu deutsch „Lulas Armee“. Sie mobilisieren zu digitalen Flashmobs, setzen Hashtags und Trends, machen Unterstützer zu Multiplikatoren – ein Frontalangriff auf den Algorithmus.

„Leute! Habt ihr das gerade mitbekommen? Schreibt ‚Soldat‘ hier in die Kommentare, sobald ihr den Link erhalten habt, tretet bei, folgt uns, die Opposition ist schon ganz verzweifelt, weil die Gruppe wächst und wächst. Wenn wir die fünf Millionen erreichen, wird sich Lula ein Handy besorgen und selbst der Gruppe beitreten.“

Präsident Lula besitzt kein Handy, und sein erstes Selfie entstand erst im Wahlkampf.

Bolsonaro postet Videos – Lula besitzt nicht mal ein Handy

Bis Freitag waren es schon mehr als 9,5 Millionen. Aber dass der bald 81-jährige Lula kein persönliches Handy besitzt, war kein Scherz – und genau das veranschaulicht ein zentrales Problem der Linken im Wahlkampf.

Während Flávio Bolsonaro regelmäßig Videos postet, nahm Lula Anfang Oktober sein allererstes Selfie auf. Und im Gegensatz zur Gegenseite gibt es bei der Arbeiterpartei bisher nur wenige Figuren mit großer digitaler Reichweite.

Eine davon ist Ana Elisa, 21 Jahre, fünf Millionen Follower, gerade wurde sie zur jüngsten Abgeordneten Brasiliens gewählt. „Die Rechte hat viel schneller als die Linke verstanden, dass Wahlkampf heute gleichzeitig auf der Straße und im Netz stattfinden muss“, sagt sie. „Geh mal um fünf Uhr an eine Bushaltestelle und sag mir, wer nicht auf sein Handy guckt.“

In ihren Videos nimmt sie am Alltag der Wähler teil, geht in den Dialog und zeigt ihre eigene Lebensrealität – die einer schwarzen Frau, die dank Sozialprogrammen studieren konnte: „Wir müssen die Narrative für linke Ideen zurückgewinnen“, erklärt sie.

Netz für viele primäre Informationsquelle

Brasilianer gehören zu den aktivsten Social-Media-Nutzern weltweit, für immer mehr Menschen werden Netzwerke zur primären Informationsquelle – und dort eben nicht die Profile der klassischen Medien, sondern Seiten, die Klatsch, Humor oder VIP-News verbreiten.

„Die Rechte hat die Logik der sozialen Netzwerke sehr viel schneller verstanden – welche Formate viral gehen, kurze Videos, hochkant, Clips, und welche Arten von Inhalten funktionieren: nämlich solche, die auf Chaos, Kontroversen, Absurdität, Negativität, Schockmomenten oder einer starken emotionalen Wirkung basieren“, sagt Kommunikationswissenschaftlerin Carolina Terra von Sao Paulos staatlicher Universität. Gleichzeitig steige das Misstrauen der User, aufgrund der jahrelangen Erfahrung mit Fake-News und Polarisierung.

Genau das stärke die Rolle von Influencern. Die werden – mit ihrer direkten Ansprache, der Weiterverbreitung von Videos über Whatsapp-Gruppen – oft als vertraute Personen wahrgenommen, denen man eher Glauben schenke. „Und in letzter Zeit haben wir zudem gesehen, dass es gelingt, die eigenen Kandidaten mithilfe dieser Logik durchzusetzen.“

„Wer hat die meisten Likes auf TikTok? Lula? Nein, ich“

Wer das schon früh und am besten verstanden hat, ist er: Nikolas Ferreira aus dem Bundestaat Minas Gerais:

Oh, ihr Linken, hört mal zu: Wer hat das meiste Engagement und die meisten Likes auf TikTok? Lula? Nein, ich. Wer hat das meiste Engagement auf YouTube? Lula? Nein, ich. Heißt das, dass sich Mark Zuckerberg, Xi Jinping, Trump und Elon Musk zusammengetan haben, um diesem Jungen hier zu helfen? Wisst ihr, wer mir dieses Engagement liefert, meine Freunde? Nicht Meta – es ist Brasilien!

Ferreira hat fast 25 Millionen Follower, wurde 2022 mit den meisten Stimmen aller Kandidaten zum Abgeordneten gewählt und hat sein Ergebnis in den Parlamentswahlen 2026 verdoppelt. In seinem Fahrwasser wurden weitere 21 von ihm unterstützte Kandidaten gewählt. Heute ist er das digitale Zugpferd der Kampagne von Bolsonaro und mobilisiert die „Tropa do Flávio“, das digitale, zwei Millionen Follower starke Unterstützernetzwerk und die Straßenkampagne – eine Art Bolsonaro-Parade, mit Party in Brasilienfarben, mit Baile Funk gegen Links.

Lulas Gegenkandidat Bolsonaro ist regelmäßig auf Social Media aktiv – macht das bei der Stichwahl den vielleicht entscheidenden Unterschied aus?

Schlachtfeld um die Wählergunst

Soziale Netzwerke sind zum zentralen Schlachtfeld um die Wählergunst geworden, dabei setzen beide Lager auf Fake News und Künstliche Intelligenz. Brasilien, das strenge Regeln gegen Betrug und für den Einsatz von KI im Wahlkampf besitzt, wurde so auch zu einem Echtzeitlabor für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz – und der Fähigkeit der Behörden, dieser sowie dem Einfluss großer Tech-Konzerne Grenzen zu setzen.

Dabei besitzt das Land strenge Regeln gegen Betrug und für den Einsatz von KI. Sogenannte Deepfakes sind im Wahlkampf verboten, KI-generierte Videos müssen klar gekennzeichnet werden. Die Regulierungen verpflichten digitale Plattformen außerdem dazu, Beiträge von normalen Nutzern, die Wahllügen verbreiten, demokratische Institutionen angreifen oder auf andere Weise gegen brasilianisches Recht verstoßen, umgehend zu entfernen.

Wo endet legitime Wahlwerbung?

Trotzdem tobt aktuell ein Rechtsstreit über das „Exercito do Lula“. Umstritten sind koordinierte politische Mobilisierung, mögliche Desinformation und die Frage, wo legitime Wahlwerbung endet. Das Bolsonaro-Lager musste ein Video zurückziehen, indem eine KI-Version von Jair Bolsonaro Werbung für seinen Sohn macht, obwohl dem echten Ex-Präsidenten solche Auftritte untersagt sind.

Und der US-Tech-Konzern Meta wurde vom Wahlgericht Brasiliens angewiesen, Lula und Bolsonaro gleich zu behandeln, nachdem Lulas Team dem Mutterkonzern von Facebook, Instagram und Whatsapp algorithmische Manipulation vorgeworfen hatte. Das Ergebnis bei den Wählern sei oft aber nicht mehr Engagement, sondern weniger Interesse und Politikmüdigkeit, sagt Kommunikationswissenschaftlerin Carolina Terra: „Es löst großes Unbehagen aus – es erzeugt Beklemmung, Angst, Qual. Es geht hier nicht um eine Diskussion von politischen Vorschlägen, sondern um einen Kampf der Narrative.“

Dabei geht es vor dieser Stichwahl für beide Kandidaten darum, unentschlossene und Nicht-Wähler zu mobilisieren. Ob das gelingt, wird sich am Sonntag zeigen.

Teilen. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn Tumblr E-Mail
Dr. Heinrich Krämer
  • Webseite

Ähnliche Beiträge

US-Midterms: Die Sorge vor einer neuen Wahllüge Trumps

Oktober 24, 2026

Nach Anschlag auf Soldaten: Israel startet Operation im Westjordanland

Oktober 24, 2026

Wie sieht die Zukunft der Raffinerien aus?

Oktober 24, 2026
Kommentar hinterlassen Antwort abbrechen

Top-Beiträge

Gefälschter Tagesschau-Artikel über Eklat bei Maischberger

Juli 13, 2026530 Aufrufe

Meta-Konto: Umstellung oder Phishing? Der Faktencheck

Oktober 18, 2026218 Aufrufe

Gefälschte Doctolib-Mails fluten Postfächer: Erste-Hilfe-Set ist Fake

August 13, 202639 Aufrufe

Bücherexperiment in sozialen Medien und Messengern

September 9, 202628 Aufrufe
Folgen Sie uns
  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Instagram
  • YouTube
  • Vimeo

Abonnieren Sie Updates

VerbraucherRat GmbH
Hohenzollernring 56
50672 Köln

Telefon: +49 221 16847392-0
Telefax: +49 221 16847392-99
E-Mail: info@verbraucherrat.com
Web: www.verbraucherrat.com

Geschäftszeiten
Montag – Freitag: 09:00 – 18:00 Uhr

Menu
  • Startseite
  • Über Uns
  • Kontakt
  • Aktuelle Warnungen
  • Nachrichten
  • Ratgeber
  • Betrugsmaschen
  • Beratung
  • Bildung
  • Politik
Institutionell
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Hinweis / Haftungsausschluss
  • Cookie-Manager
  • Nutzungsbedingungen
  • Werbefrei lesen
  • Einwilligung widerrufen
  • Mediadaten
  • Abo kündigen
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Hilfe
© 2026 VerbraucherRat. Alle Rechte vorbehalten.
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Hinweis / Haftungsausschluss
  • Cookie-Manager
  • Nutzungsbedingungen
  • Werbefrei lesen
  • Einwilligung widerrufen
  • Mediadaten
  • Abo kündigen
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Hilfe

Tippen Sie oben und drücken Sie Enter zum Suchen. Drücken Sie Esc zum Abbrechen.