Weiterer Dämpfer für Premier Starmer: Im Streit um den Militärhaushalt hat der britische Verteidigungsminister Healey seinen Rücktritt angekündigt. Weitere schlechte Nachrichten für Starmer könnten bald folgen.
Der Druck auf den britischen Premierminister Keir Starmer wächst: Verteidigungsminister John Healey hat in einem Streit um den Militärhaushalt seinen Rücktritt bekannt gegeben. In seinem Rücktrittsschreiben an Starmer erklärte Healey, der Investitionsplan der Regierung bleibe „weit hinter dem zurück, was in dieser gefährlichen Zeit erforderlich“ sei.
Healey postete das Schreiben an Starmer auf der Plattform X und sparte darin nicht mit Kritik am Premier und dem Finanzministerium. Schon im Januar sei der Investitionsplan fertiggestellt worden, hieß es darin. „Seitdem waren Sie nicht in der Lage – und das Finanzministerium nicht willens -, die Mittel bereitzustellen, die das Land in dieser Zeit wachsender Bedrohungen zur Verteidigung benötigt“, heißt es in dem Brief.
Healey war seit dem Amtsantritt der Labour-Regierung 2024 Verteidigungsminister.
Weiterer Dämpfer für Starmer
Starmer hatte versprochen, die Verteidigungsausgaben Großbritanniens bis 2027 auf 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und bis 2034 auf drei Prozent anzuheben. Viele in der Armee halten dies jedoch für zu langsam.
Der Rücktritt von Healey ist ein weiterer Dämpfer für den Premierminister, der bereits mit Rücktrittsforderungen von Labour-Kollegen konfrontiert ist.
So läuft sich beispielsweise aktuell der Labour-Bürgermeister von Manchester, Andy Burnham, mit der Bewerbung um einen Parlamentssitz warm, um den Partei- und Regierungschef herauszufordern. Er könnte bereits am kommenden Donnerstag bei einer Nachwahl im Bezirk Makerfield ins Unterhaus einziehen.
Beobachtern zufolge dürften die Chancen Starmers, im Amt zu bleiben, nun weiter schrumpfen.
