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„Das nennt man Karma“: Konto von Yanis Varoufakis‘ Partei geschlossen – Griechen spotten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerNovember 5, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Das nennt man Karma“Konto von Yanis Varoufakis‘ Partei geschlossen – Griechen spotten

Der ehemalige griechische Finanzminister ist durch die Schuldenkrise europaweit bekannt geworden. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Politisch spielt Yanis Varoufakis schon lange nahezu keine Rolle mehr in Griechenland. In einer Partei aktiv ist er aber noch. Die hat nun nicht nur mit schlechten Zustimmungswerten zu kämpfen, sondern auch mit finanziellen Problemen.

Als damaliger Finanzminister hatte seine Regierung die Banken des Landes geschlossen – nun hat die Schließung des Kontos seiner Partei DiEm25 durch eine Brüsseler Bank für Spott für Yanis Varoufakis gesorgt. „Unsere Bank in Brüssel hat das Konto gesperrt, auf das die kleinen Beiträge von Zehntausenden unserer Mitglieder aus ganz Europa eingezahlt werden – Geld, mit dem die Bewegung finanziert wird“, erklärte Varoufakis, der Generalsekretär von DiEM25 ist, bei X. Dies sei „plötzlich“ und „ohne Erklärung oder Vorwarnung“ geschehen.

Kritiker von Varoufakis erinnerten ihn im Internet umgehend an die Schließung der griechischen Banken im Juni 2015 auf dem Höhepunkt der griechischen Schuldenkrise. „Das nennt man Karma“, schrieb ein Nutzer. „Warum schaffen Sie nicht eine Parallelwährung und umgehen das Bankensystem?“, fragte ein anderer und bezog sich dabei auf einen von Varoufakis‘ eigenen Vorschlägen aus der Zeit.

„Unverschämt. Man sollte ihnen wenigstens erlauben, 60 Euro pro Tag abzuheben“, schrieb ein weiterer Nutzer unter Bezug auf den Betrag, den Griechen damals täglich abheben durften. Zwar wurden die griechischen Banken im Juli 2015 wieder geöffnet, doch die Kapitalbeschränkungen blieben noch weitere vier Jahre in Kraft.

Geringer Zuspruch für DiEM2

Auf ihrer Website erklärte DiEm25, dass die Möglichkeit, Gehälter zu zahlen, Büromieten zu decken und den Betrieb in ganz Europa aufrechtzuerhalten, „jetzt ernsthaft gefährdet“ sei. Die Partei rief zu Spenden für einen Notfallfonds zur Unterstützung der Partei auf, „bis wir die Gelder von unserem gesperrten Konto zurückerhalten“.

Varoufakis war 2015 Finanzminister in der linksgerichteten Regierung von Alexis Tsipras. Er ist Mitgründer der linken paneuropäischen Partei DiEM25. Seine Partei MeRA25, die sich für ein Ende der Sparpolitik in Griechenland einsetzt, war bei der Parlamentswahl 2023 an der Drei-Prozent-Hürde gescheitert.

Quelle: ntv.de, rog/AFP

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