KURZMELDUNG · INTERNATIONAL
Berichte aus Kanada zeigen, dass bekannte Ärzt:innen per KI in Werbevideos geklont werden, um erfundene Medikamente zu bewerben. Opfer zahlten Hunderte Dollar, erhielten nichts oder setzten aus Angst vor Fälschungen echte Medikamente ab.
Der CBC‑Bericht nennt unter anderem Bonnie Henry und François Marquis als Betroffene – deren Gesicht und Stimme wurden für Anzeigen verwendet, die beispielsweise ein Prostatamittel oder ein Mittel gegen Gelenkbeschwerden anpriesen. Solche Deepfakes wirkten glaubwürdig genug, dass Menschen zahlten.
Ein Patient suchte laut Bericht einen Arzt auf, nachdem er Hunderte Dollar für Pillen bezahlt hatte, die nie geliefert wurden. Ärzt:innen warnen vor weiteren Risiken: Menschen könnten ungeprüfte Präparate einnehmen oder etablierte Therapien abbrechen.
Die Plattformen haben laut CBC Probleme, die Anzeigen dauerhaft zu entfernen; neue Versionen tauchten immer wieder auf. Ähnliche Fälle wurden bereits in Grossbritannien und den USA dokumentiert, das Muster verbreitet sich international.
Quellen
Über dieses Format: In unseren Kurzmeldungen greifen wir aktuelle Entwicklungen aus verlässlichen Quellen auf und ordnen sie knapp ein. Ausführliche eigene Recherchen veröffentlichen wir weiterhin als Faktencheck, Warnung oder Hintergrundartikel.
