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Drama auf der Waage: Für die MMA-Chance seines Lebens opfert Aksu seine Haarpracht

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 20, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Beim Weight Cut entscheidet sich, ob ein MMA-Kampf zustande kommt. Der Titelkampf von Gökhan Aksu steht stundenlang auf der Kippe. Durch unkonventionelle Methoden schafft er sein Gewicht in allerletzter Sekunde.

Ein Mann, drei Herzen in der Brust. Der türkischstämmige MMA-Kämpfer Gökhan Aksu steht bei Oktagon 90 in Berlin vor der Chance seines Lebens. Er kann den Titel im Leichtgewicht gewinnen. Er hat die Unterstützung von gleich drei Nationen.

Dabei stand der Traum vom Titel bereits beim Wiegen kurz vorm Platzen. Beim offiziellen Einwiegen um 9 Uhr hatte Aksu noch 500 Gramm zu viel auf den Rippen. In Titelkämpfen ist bei 70,3 Kilogramm im Leichtgewicht keine Toleranz erlaubt. Damit hatte der 34-Jährige noch zwei Stunden, um auf sein Gewicht zu kommen. Neun Minuten vor Ablauf der Frist stellte sich Aksu erneut auf die digitale Waage – dieses Mal mit kahl geschorenem Kopf. Und die zitterte wie der sichtlich erschöpfte Aksu selbst. Die Waage sprang hin und her zwischen 70,25 und 70,40 Kilogramm.

Oktagon 90 in Berlin …

Eine Minute vor Ende der Frist dann Erleichterung: 70,3 Kilogramm! Der Titelkampf gegen den Polen Mateusz Legierski bleibt damit bestehen. „Die Haare musste ich opfern. Es war kein leichter Weight Cut. Ich habe mir gedacht: Die Haare kommen wieder, für den Titel ist es das wert“, sagte Aksu im Interview mit ntv.de. Um die letzten Gramm zu verlieren, habe er sich nochmal bewegt und einen kleinen Toilettengang eingeschoben.

„Ich komme aus der Türkei, bin in Österreich groß geworden und trainiere in Deutschland. Es kommt aus allen Nationen ein großer Support. In Berlin ist es etwas Besonderes. Es ist die Hauptstadt der Türken in Deutschland, aber ich freue mich für alle meine Fans hier um den Titel kämpfen zu dürfen“, sagt der 34-Jährige.

MMA-Prinzessin Dalaslan will ihre Siegesserie ausbauen

Video poster

Vor einem Jahr war Aksu noch Lkw-Fahrer für eine Spedition, nun ist der Vollzeitprofi und steht vor der größten Herausforderung seines Lebens. „Ich bin immer den harten Weg gegangen, aber der Titel war von Anfang an das Ziel“, so Aksu. Champion Legierski sei ein sehr guter Gegner, aber er habe die Waffen und die Erfahrung, um den Polen zu schlagen. „So Gott will, werde ich mir am Ende den Titel holen.“

Verwendete Quelle: ntv.de

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