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Startseite»Nachrichten»Drei Tote auf Kreuzfahrtschiff: Behörden schließen Feuerland als Ursprung von Hantavirus aus
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Drei Tote auf Kreuzfahrtschiff: Behörden schließen Feuerland als Ursprung von Hantavirus aus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 9, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Drei Tote auf KreuzfahrtschiffBehörden schließen Feuerland als Ursprung von Hantavirus aus

Das Kreuzfahrtschiff „Hondius“ fuhr am Mittwochabend von Kap Verde los in Richtung Kanarische Inseln. Sonntagmorgen sollte es Teneriffa erreichen. (Archivbild)

Noch ist der Ursprung des Hantavirus-Ausbruchs auf der „Hondius“ unklar. Nach Einschätzung der Behörden in Feuerland haben sich die Passagiere aber nicht dort infiziert. Hinweise auf den Ort der Ansteckung gibt es bislang weiterhin nicht.

Der Ursprung des Hantavirus-Ausbruchs auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ liegt nach Einschätzung der örtlichen Behörden nicht in der argentinischen Provinz Tierra del Fuego (Feuerland). „Die Wahrscheinlichkeit, dass die Ansteckung hier erfolgte, liegt praktisch bei null“, sagte der Direktor für Epidemiologie im Gesundheitsministerium der Provinz im äußersten Süden des Landes, Juan Petrina.

Die „Hondius“ war am 1. April von der Provinzhauptstadt Ushuaia aus in See gestochen. Später wurden nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sechs bestätigte Hantavirus-Fälle und zwei Verdachtsfälle registriert. Drei dieser acht Personen starben.

Wo sich die Menschen mit dem Virus infiziert haben, ist noch immer unklar. Wissenschaftler des argentinischen Forschungsinstituts Malbrán sollen in Ushuaia nun Nagetiere einfangen und auf das Virus untersuchen. Hantaviren werden meist durch infizierte Nager wie Ratten oder Mäuse übertragen.

Ein niederländisches Paar, das an der Infektion starb, war nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Tierra del Fuego nach einer monatelangen Reise durch ganz Argentinien, Chile und Uruguay am 29. März in Ushuaia eingetroffen und hatte sich am 1. April auf der „Hondius“ eingeschifft. Bereits am 6. April hätten sie erste Symptome gezeigt, die Inkubationszeit des Hantavirus betrage allerdings mindestens zwei bis drei Wochen.

„Diese Zeiten passen nicht zu einer Ansteckung in Tierra del Fuego“, sagte Petrina. Zudem sei in der Provinz Feuerland seit Beginn der systematischen Erhebung vor 30 Jahren noch nie eine Hantavirus-Infektion registriert worden. In der benachbarten Provinz Santa Cruz sei der letzte Hantavirus-Fall vor sieben Jahren gemeldet worden.

Todesfälle durch Hantavirus-Infektionen wie auf dem Kreuzfahrtschiff kommen in Deutschland extrem selten vor. Seit der Einführung der Meldepflicht im Jahr 2001 wurde lediglich ein Todesfall registriert. Die meisten Infektionen verlaufen mild oder asymptomatisch und schwerere Verläufe treten vor allem bei Menschen mit Vorerkrankungen auf.

Wichtig ist dabei: Das Hantavirus springt in Deutschland nach bisherigem Wissen nicht von Mensch zu Mensch über. Erkrankte sind also nicht ansteckend. Im Gegensatz zu dem tödlichen Vorfall auf dem Schiff. 

Quelle: ntv.de, jki/dpa

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