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Startseite»Nachrichten»Drittel der Empfänger fällt raus: Hubertz will Milliarden beim Wohngeld kürzen
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Drittel der Empfänger fällt raus: Hubertz will Milliarden beim Wohngeld kürzen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 19, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Drittel der Empfänger fällt rausHubertz will Milliarden beim Wohngeld kürzen

„Schmerzhaft für mich als Sozialdemokratin“: Bauministerin Hubertz im Deutschen Bundestag. (Foto: picture alliance / Andreas Gora)

Viele Wohngeld-Haushalte müssen sich wohl auf ein Ende der staatlichen Unterstützung einstellen. Bauministerin Hubertz plant Sparmaßnahmen von zwei Milliarden Euro. Bislang kostet die Hilfe den Staat fast fünf Milliarden Euro. Ein Drittel der Empfänger soll künftig leer ausgehen.

Bisherige Empfänger von Wohngeld müssen wegen der Sparpläne der Bundesregierung künftig mit Einbußen rechnen, einige könnten sogar leer ausgehen. „Die Kürzungen beim Wohngeld werden leider alle bisherigen Empfänger betreffen“, kündigte Bundesbauministerin Verena Hubertz in der „Rheinischen Post“ an. „Ein Drittel der bisherigen Wohngeldhaushalte wird rausfallen. Ein Teil davon sind Menschen, die aufgrund ihres Einkommens bislang gerade so noch antragsberechtigt sind.“

In bestehende Bescheide werde aber nicht eingegriffen, erläuterte Hubertz weiter. Wohngeld wird nach Angaben des Bauministeriums in der Regel für zwölf Monate bewilligt, unter bestimmten Umständen auch für 24 Monate. Danach muss es neu beantragt werden.

Nach Informationen der Zeitung hat die SPD-Politikerin einen Gesetzesentwurf in die Ressortabstimmung gegeben, der Einschnitte in Höhe von insgesamt zwei Milliarden Euro vorsehen soll. Andere Ministerien können nun Einschätzungen dazu abgeben, bevor ein Kabinettsbeschluss ansteht.

Rund eine Million Empfänger-Haushalte

Hubertz begründete die geplanten Einschnitte damit, dass die Regierung wegen der vielen Krisen und mangels Wirtschaftswachstums sparen müsse. Eine Milliarde Euro müsse der Bund beim Wohngeld einsparen, eine Milliarde die Länder. „Von bislang rund fünf Milliarden Euro von Bund und Ländern bleiben dann rund drei Milliarden an jährlichen Ausgaben übrig.“ Der Schritt sei für sie als Sozialdemokratin schmerzhaft.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts bezogen 2024 gut 1,2 Millionen Haushalte die staatliche Unterstützung für Menschen mit geringen Einkommen und hohen Wohnkosten. Anfang 2023 war mit dem Wohngeld-Plus-Gesetz der Kreis der Berechtigten deutlich ausgeweitet worden. Die Ausgaben lagen laut Statistikamt 2024 bei 4,7 Milliarden Euro. Nach Angaben des Wohnungsministeriums sind 44 Prozent der Bezieher Familien, in 52 Prozent der Wohngeldhaushalte leben Rentnerinnen und Rentner.

Die Linke kritisierte das Vorhaben: „Wieder kürzt die Merz-Regierung bei denen, die schon wenig haben“, sagte Parteichefin Ines Schwerdtner der Zeitung. Lösungen für die dramatische Lage am Wohnungsmarkt bleibe sie schuldig.

Quelle: ntv.de, mau/dpa

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