„Ein Irrtum“
Hannover-Boss Kind tritt gegen gefeuerten Sportchef nach
Fußball-Zweitligist Hannover 96 spielt in der vergangenen Saison lange um den Aufstieg mit, entsprechend hoch sind die Ambitionen für die laufende Runde. Doch der Start verläuft dramatisch schlecht. Dafür muss Sportchef Boldt schnell büßen. Nun wirft man ihm noch harte Worte hinterher.
Wenige Tage nach der Trennung von Jonas Boldt hat Aufsichtsrats-Chef Martin Kind von Hannover 96 auch öffentliche Kritik an dem ehemaligen Sport-Geschäftsführer geübt. „Es war zum Schluss ein Irrtum“, sagte Kind der „Sport Bild“ über Boldt.
Ein Hauptproblem: Kind sah in dem 44-Jährigen „nur“ einen Sportchef, Boldt dachte dagegen bereits wie ein CEO. „Wir haben ihn als Geschäftsführer Sport eingestellt, aber er hat sich gedanklich schon differenziert eingeordnet. Da begannen die ersten Missverständnisse“, sagte der langjährige Klubchef.
Im Kernbereich Sport sah Kind die Arbeit des früheren HSV-Vorstands zudem sehr kritisch: „Es gab Transferentscheidungen, die waren nicht ganz stressfrei. Nach meiner Einschätzung, und das haben mir auch einige Fachleute bestätigt, ist unsere Mannschaft schwächer geworden.“
Am vergangenen Wochenende musste Boldt bei Hannover 96 bereits nach fünf Monaten gehen. Jetzt sucht der Fußball-Zweitligist mit Hochdruck einen Nachfolger. Drei Kandidaten gibt es nach einem Bericht der „Neuen Presse“. Die Gespräche würden „sehr zügig geführt“, bestätigte Kind, damit „Mitte, Ende November ein neuer Mann da ist“.
Auf die Namen komme man laut Aussage von Kind nicht. „Hoffe ich jedenfalls“, schob er hinterher. Der öffentlich ins Spiel gebrachte Ex-Profi Sebastian Schuppan, der derzeit bei RB Leipzig als sportlicher Leiter arbeitet, stehe nicht auf dieser Liste. Spekulationen um den früheren Gladbacher Roland Virkus, der das 2:1 gegen Dresden am Sonntag im Stadion sah, wies Kind zurück.
Verwendete Quelle: ntv.de
