Einsatzkräfte am Boden geplantFeuerwehr „vorsichtig optimistisch“ bei Brand in Chiemgauer Alpen
Seit zwei Tagen kämpft die Feuerwehr in den Chiemgauer Alpen gegen die Flammen. Mit Hubschraubern und Teams am Boden will sie den Brand eindämmen. Doch die Einsatzkräfte stehen weiterhin vor großen Herausforderungen.
Während die Flammen in den Chiemgauer Alpen noch immer lodern, äußerte sich die Feuerwehr am Morgen zuversichtlich. „Wir sind vorsichtig optimistisch, dass wir heute große Fortschritte machen werden“, sagte der Feuerwehrsprecher Hubert Hobmaier. Das Feuer habe sich über Nacht nicht groß weiter ausgebreitet. Nur vereinzelt sei es zu kleineren Ausbrüchen an den Rändern des Brandgebiets gekommen.
Seit Mittwochabend kämpfen Hunderte Feuerwehrleute gegen die Flammen im unwegsamen Gelände am Berggipfel bei Unterwössen. Auch Hubschrauber und Drohnen kamen zum Einsatz. Mit Hilfe der Helikopter konnte die Lage am Donnerstag stabilisiert werden. Auch heute sollen wieder Hubschrauber Löschwasser über dem Waldgebiet abwerfen. Die Feuerwehr plant dann auch, mit Einsatzkräften am Boden weiter in Richtung Berggipfel vorzurücken. Eine Aussage zur Brandursache gibt es nicht. Nach aktuellem Stand wurde niemand verletzt.
Eine große Herausforderung seien die zahlreichen Glutnester am Boden, so Hobmaier weiter. Wind könnte dort ein Wiederaufflammen des Brandes stark begünstigen. Deshalb sei auch Hilfe aus Österreich angefordert worden. Evakuierungen waren nicht nötig. Sicherheitshalber liefen aber die Vorbereitungen für einen solchen Fall.
Warnung an die Bevölkerung
Wegen der starken Rauchentwicklung war am Donnerstag die Bevölkerung in der Gegend gewarnt worden. „Da werden die Menschen gebeten, die Fenster und Türen geschlossen zu halten, die Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten und den Bereich um den Einsatzort zu meiden“, sagte ein Sprecher des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein.
Bereits bei der Alarmierung am Mittwochabend war eine deutliche Rauchsäule im Gipfelbereich auf etwa 1000 Meter Höhe zu sehen. Rund 2,5 Hektar Fläche waren den Angaben nach am Donnerstagnachmittag betroffen. „Die Vegetationsbrandbekämpfung im Bergwald ist sehr schwierig“, erläuterte der Feuerwehrsprecher. „Das ist nicht wie ein Feld zu sehen, das 100 Meter lang und 60 Meter breit ist und dann habe ich 6000 Quadratmeter. Da geht es nach oben und unten, nach hinten und vorne.“
Deshalb wurden Drohen eingesetzt: Mit Wärmebildtechnik versuchen die Einsatzkräfte systematisch zu erfassen, wie viele Wärmequellen am Berg vorhanden sind. Die Einsätze der Drohnen müssten aber mit den Flügen der Hubschrauber koordiniert werden, schilderte der Fachmann.
