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Startseite»Politik»Elektroautos sind seit 2020 deutlich günstiger geworden
Politik

Elektroautos sind seit 2020 deutlich günstiger geworden

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 20, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 20.07.2026 • 12:41 Uhr

E-Autos sind zwischen 2020 und 2025 um rund 18 Prozent günstiger geworden. Dazu kommen die staatlichen Kaufprämien, über die schon mehr als 50 Millionen Euro ausgezahlt wurden – vor allem für Tesla-Modelle.

Elektroautos sind in den vergangenen fünf Jahren deutlich billiger geworden. Inflationsbereinigt sanken die Listenpreise von 2020 bis 2025 in Deutschland um 18 Prozent, wie eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) und des International Council on Clean Transportation (ICCT) ergab.

Die Preise für Verbrenner legten im gleichen Zeitraum inflationsbereinigt um zwei Prozent zu. Damit verschieben sich die Gesamtkosten pro Kilometer klar zugunsten der Elektroautos.

Markt für Elektroautos „deutlich weiterentwickelt“

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich der Markt für Elektroautos in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt hat. Die Fahrzeuge bieten heute im Durchschnitt größere Reichweiten und mehr Motorleistung, während die realen Preise vergleichbarer Modelle gesunken sind“, sagte Peter Mock vom ICCT.

Für ihre Untersuchung haben die Forschenden mehr als 100.000 Einzelangaben aus einer ADAC-Datenbank ausgewertet. Um einen fairen Vergleich zu ermöglichen, wurden dabei nicht einfach Durchschnittspreise aller Verbrenner und aller Elektroautos gebildet, denn das Angebot an Elektroautos hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere bei eher teureren Fahrzeugen ausgeweitet.

„Der mittlere Preis ist dadurch gestiegen, es sind aber auch ganz andere Fahrzeuge“, sagte Patrick Plötz, Professor am ISI. „Man würde also Kirschen mit Äpfeln vergleichen. Um das zu verhindern, haben wir versucht, gleiche oder vergleichbare Fahrzeuge über die Zeit zu betrachten.“ Mit dieser Herangehensweise ergaben sich für Elektroautos nominal relativ stabile Listenpreise, für Verbrenner steigende.

Preisgleichheit bis 2030 erwartet

ISI-Experte Plötz sieht weiteres Potenzial für eine Preisentwicklung zugunsten der Elektroautos: „Die gesunkenen Batteriepreise sind noch nicht vollständig weitergegeben worden. Außerdem sollten auch steigende Stückzahlen und der Druck auf die Hersteller durch CO2-Grenzwerte helfen“, meinte er.

Rechne man die aktuelle Entwicklung weiter, dürften Elektroautos in Europa demzufolge bis etwa 2030 gleich viel kosten wie vergleichbare Verbrenner. „Bei den Gesamtkosten pro Kilometer wären sie dann klar günstiger.“ Erfahrungen aus anderen Märkten zeigten, dass Elektroautos bei gleichen Preisen auf rund 50 Prozent Marktanteil kämen.

Dass die Studie Listenpreise und nicht echte Transaktionspreise vergleicht, liegt vor allem daran, dass letztere in der notwendigen Breite nicht verfügbar sind. Große Verzerrungen sollten dadurch aber nicht entstanden sein, betonen die Studienautoren.

Mehr als 50 Millionen Euro für E-Auto-Prämien

Zusätzlich zu den gesunkenen Listenpreisen profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher von den neuen staatlichen Kaufprämien für Elektroautos. Vom Start des Antragsportals am 19. Mai bis zum 30. Juni wurden 53,9 Millionen Euro aus dem bis zu drei Milliarden Euro umfassenden Förderprogramm bewilligt, wie das Bundesumweltministerium auf eine Frage aus der Grünen-Fraktion antwortete.

Die meisten bewilligten „Förderfälle“ nach Marken gab es laut Ministerium für E-Autos von Tesla mit 2.086 Fahrzeugen – gefolgt von Skoda mit 1.197 und Renault mit 784 Fahrzeugen. Nach Herstellern betrachtet lag Volkswagen mit 2.720 Fahrzeugen der Marken Audi, Cupra/Seat, Porsche, Skoda und VW an der Spitze. Darauf folgte Stellantis mit 2.278 Wagen der Marken Citroen, DS, Fiat, Jeep, Leapmotor, Opel und Peugeot.

Das Ministerium betonte mit Blick auf die Zahlen, wegen des noch kurzen Förderzeitraums und der hohen Marktdynamik mit fortlaufenden Einführungen neuer Modelle ließen sich daraus noch keine belastbaren Rückschlüsse auf die Verteilung der Förderung über die Gesamtlaufzeit des Programms ziehen.

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