Endet auch der Achter-Fluch?
Deutsche Ruderer lassen es bei der EM tüchtig krachen
Deutschland wieder ein Ruderer-Nation: Bei der Europameisterschaft hagelt es am Samstag Medaillen und eine neue EM-Bestzeit. Für den Sonntag sind die Chancen ebenfalls sehr gut.
Der Männer-Doppelvierer hat Gold bei den Ruder-Europameisterschaften gewonnen und damit einen überragenden Tag des deutschen Teams gekrönt. Marc Weber, Felix Heinrich, Jonas Gelsen und Ole Hohensee setzten sich vor Polen und Kroatien durch, es war die vierte Medaille für Deutschland im norditalienischen Varese.
Zuvor hatten sowohl Hannah Reif, Paula Hartmann, Annabelle Bachmann und Pia Greiten im Frauen-Vierer als auch Maren Völz, Juliane Faralisch, Johanna Debus und Frauke Hundeling im Doppelvierer Silber gewonnen. Im Männer-Vierer sicherten sich zudem Jasper Angl, Benedict Eggeling, Mark Hinrichs und René Schmela Bronze.
Im bulgarischen Plowdiw hatte vor einem Jahr der Frauen-Doppelvierer mit Silber für die einzige deutsche Medaille in den olympischen Bootsklassen gesorgt. Am Sonntag könnten nun weitere Edelmetalle folgen. Um 12.52 Uhr rudert Olympiasieger Oliver Zeidler, der nach einem dominanten Auftritt und einer EM-Bestzeit über 2000 Meter in das Finale im Einer einzog, um seinen vierten EM-Titel nach 2019, 2021 und 2024. 2025 hatte er mit Blick auf sein Studium auf einen Start verzichtet. Im Frauen-Einer verpasste Alexandra Föster den Einzug ins Finale denkbar knapp. Die EM-Zweite von 2024 landete nach einem Fotofinish im Halbfinale auf Rang vier.
Wenige Minuten vor Zeidler will der Deutschland-Achter seine Durststrecke beenden (12.07 Uhr). Nach sechs Jahren ohne Sieg bei einer großen Regatta will das deutsche Flaggschiff zumindest wieder eine Medaille. Seit dem EM-Gold von 2020 wartet der Achter vergeblich auf einen Titel. Höhepunkt des Ruder-Jahres 2026 sind die Weltmeisterschaften in Amsterdam (24. bis 30. August).
Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid
