Erfolg im FIFA-Machtkampf
Infantinos Geld-Versprechen bringen Karibik auf Abwege
Gianni Infantino kann den nächsten Erfolg im FIFA-Machtkampf feiern. Die Karibik stellt sich hinter ihn – und damit gegen den eigenen Kontinentalverband. Das hat vor allem mit Geld zu tun.
Die Karibik steht geschlossen hinter FIFA-Präsident Gianni Infantino. Das teilte die Caribbean Football Union (CFU) mit. Demnach sprachen sich ihre 25 FIFA-Mitgliedsverbände für die Wiederwahl des viel kritisierten Amtsinhabers beim Kongress des Fußball-Weltverbandes im März 2027 aus. Damit stellt sich die CFU gegen die Linie ihres Kontinentalverbandes CONCACAF.
Dieser zählt sich gemeinsam mit der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zur Opposition. Infantino, der unlängst eine deutliche Erhöhung der Gelder versprochen hatte, reiste zuletzt aber verstärkt durch die Karibik und warb um Unterstützer. Bereits zuvor hatte es danach ausgesehen, dass UEFA und CONCACAF nicht alle ihre Mitglieder hinter sich versammeln können.
Die CFU würdige „die Entwicklungsinitiativen“ der FIFA, hieß es in einem Statement: „Für die CFU-Mitgliedsverbände, von denen viele weiterhin mit begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen arbeiten, haben diese Programme dazu beigetragen, die Entwicklung des Fußballs zu stärken und Möglichkeiten in der gesamten Region zu schaffen.“ Man sei sich bewusst, dass der nächste Zyklus den Mitgliedsverbänden „nachhaltige Vorteile“ bringen werde, schrieb die CFU mit Blick auf Infantinos Versprechen.
Asien steht hinter Infantino – mit großer Ausnahme
Afrika und Südamerika stehen ohnehin auf Infantinos Seite, dies gilt zu großen Teilen auch für Ozeanien. Auch die asiatische Konföderation AFC legte zuletzt eine Kehrtwende hinter und sprach sich für Infantino aus. Aus der AFC kommt nun allerdings der erste echte Herausforderer für Infantino: Der Japaner Kozo Tashima, Mitglied im FIFA-Council, kündigte am Donnerstag seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl an.
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will als hartnäckiger Gegenspieler Infantinos für die Wahl in Rabat/Marokko auch einen Konkurrenten ins Rennen schicken, bekannt sind seit einem Gipfel der Verbandsbosse in Berlin Mitte Oktober allerdings nur die Kriterien für einen möglichst mehrheitsfähigen Kandidaten. Am 18. November endet die Nominierungsfrist.
Verwendete Quellen: ntv.de, ara/sid
