Felix Zwayer am Boden
Krämpfe strecken deutschen WM-Schiri nieder
19.06.2026 | 23:21 Uhr
Die klimatischen Bedingungen bei der WM 2026 sind mitunter herausfordernd. Der deutsche Schiri Felix Zwayer muss einer intensiven Partie Tribut zollen und liegt kurz vor Abpfiff mit Krämpfen am Boden.
Der erste WM-Einsatz für den deutschen Schiedsrichter Felix Zwayer endet mit Schmerzen. In der Nachspielzeit der Partie zwischen den Co-Gastgebern aus den USA und Australien sitzt der Referee beim Stand von 2:0 mit Krämpfen im linken Bein am Boden.
Die Partie wird unterbrochen und medizinisches Personal betritt den Platz. US-Torjäger Folarin Balogun übernahm derweil die Zweitversorgung und dehnte das Bein des am Boden liegenden Schiedsrichters, nachdem zuvor schon Assistent Christian Dietz Hand angelegt hatte. Auch der australische Profi Aiden O’Neill unterstützte Zwayer.
„Sah überhaupt nicht gut aus“
„Er ist in den Boden getreten, ich hoffe, er hat sich nichts getan. Ich weiß nicht, das sah überhaupt nicht gut aus. Es ist die Wade hinten. Wenn du eine unkontrollierte Bewegung machst, wahrscheinlich hat er einen Krampf. Ich hoffe, dass es nichts Schlimmeres ist“, sagte Schiedsrichterexperte Patrick Ittrich bei MagentaTV.
Schon wieder bringt der Gegner die US-Boys in Führung
Schließlich eilte die Vierte Offizielle Katia Garcia mit einem Getränk quer über den Platz, das Zwayer mit leicht zitternden Händen entgegennahm. Die Mexikanerin Garcia hätte auch einspringen müssen, wenn Zwayer das Spiel nicht zu Ende hätte bringen können. Doch der Deutsche rappelt sich unter Beifall von den Rängen wieder auf und dehnt sich durch. Drei Minuten später pfeift der Referee die Partie dann ab.
„Hervorragende Leistung“
Zwayer, der als einziger deutscher Schiedsrichter von der FIFA für das Turnier nominiert worden war, hatte zuvor in einem oft ruppigen Spiel sieben gelbe Karten verteilt. Ex-Kollege Ittrich bescheinigte dem Berliner „eine hervorragende Leistung. Er hat viel laufenlassen, gute Gelbe Karten gegeben, das war wirklich top.“
Beim zweiten Treffer der USA durch Innenverteidiger Alex Freeman (44.) hatte Zwayer zunächst auf Abseits entschieden, das Urteil nach Rücksprache mit Videoassistent Bastian Dankert dann jedoch revidiert. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die kurze Zwangspause auf dem Rasen Einfluss auf weitere Nominierungen im weiteren Turnierverlauf hat.
Verwendete Quellen: ntv.de, lma
