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Startseite»Nachrichten»Formel-1-Star verlängert: Leclerc und Ferrari schenken sich ewige Liebe – aber auch Titel?
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Formel-1-Star verlängert: Leclerc und Ferrari schenken sich ewige Liebe – aber auch Titel?

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 3, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Formel-1-Star verlängert Leclerc und Ferrari schenken sich ewige Liebe – aber auch Titel?

Charles Leclerc hat gut lachen: Er darf noch viele Jahre für sein Herzensteam Ferrari fahren. (Foto: IMAGO/justpictures.ch)

Pünktlich zu seinem Heimrennen in Monaco verlängert Formel-1-Pilot Charles Leclerc bei Ferrari. Heile Welt, warme Worte. Aber Leclerc muss jetzt auch endlich liefern.

An einer idyllischen Meeresküste ließ Charles Leclerc seinen Gedanken freien Lauf. „Als ich zu Ferrari kam, war ich ein Kind, das seinen Traum lebte“, schrieb der Monegasse in einem verspielten Video auf ein Blatt Papier: „Der Traum lebt noch. Und ich bin stolz darauf, ihn gemeinsam weiter zu verfolgen. Forza Ferrari.“

Leclerc bleibt seiner geliebten Scuderia treu. Die langfristige Verlängerung für „die kommenden Saisons“ gaben der Formel-1-Pilot und Ferrari am Mittwoch unter dem Motto „Sempre Rosso“ („Immer rot“) bekannt. Emotional ist die Fortsetzung dieser Geschichte zweifellos. Sportlich bleiben nach sieben Jahren, die nicht arm an Rückschlägen und Enttäuschungen waren, aber auch Fragezeichen. Gelingt eines Tages das Happy End? Sein Ziel bleibe es, betonte Leclerc, „die WM nach Maranello zurückzubringen“.

Pünktlich zum Heimrennen in Monaco darf Leclerc immerhin auf seinen ersten Rennsieg seit Oktober 2024 hoffen. Die niedrigen Geschwindigkeiten und engen Kurven auf der Strecke im Fürstentum kommen dem SF-26 entgegen. Der Traditionsrennstall geht als einer der Favoriten in das Wochenende. Doch derartige Aussichten sind mittlerweile die Ausnahme für die Roten aus Maranello. Und die vergangenen Jahre haben gezeigt: Selbst wenn Ferrari die Chance auf Rennsiege oder gar den Titel hat, nutzt das Team sie längst nicht immer.

Leclercs erschreckend schwache Quote

Mal gab es Zuverlässigkeitsprobleme, mal katastrophale Rennstrategien und mal fehlten die Reifen beim Boxenstopp. „Gemeinsam haben wir unglaubliche Momente erlebt, aber auch schwierigere Zeiten“, sagt Leclerc, der seit 2019 im roten Cockpit sitzt, treffend. Vor allem aber war sein Auto zwar immer wieder siegfähig, aber nie titeltauglich. „Ein Leclerc, der jahrelang bei Red Bull oder bei McLaren gefahren wäre: Der hätte sicherlich schon ein paar größere Erfolge zu vermelden in seiner Karriere“, sagte Experte Christian Danner dem „Motorsport-Magazin“. Gründe für einen Wechsel gäbe es also genug.

Formel1_GP von Monaco_Hinweis_blau_V3
(Foto: RTL)

Doch zur Wahrheit gehört auch, dass Leclerc sein riesiges Potenzial bislang nie dauerhaft in Bestleistungen umwandeln konnte. Nur fünf Siege gelangen aus 27 Rennstarts von der Pole Position. Das sind lediglich 18,5 Prozent und der drittschwächste Wert aller Fahrer, die jemals einen Start-Zielsieg eingefahren haben. Zum Vergleich: Die Quote von Max Verstappen beträgt 77 Prozent, Lewis Hamilton liegt bei 58,6 Prozent und Lando Norris verwandelte die Hälfte seiner Pole Positions in Rennsiege.

Wechseloptionen zu einem erfolgversprechenderen Team fehlten Leclerc jedenfalls. Zumal ihm die Tifosi ganz viel Liebe entgegenbringen. Leclerc sei nicht nur einer der stärksten Fahrer der Formel 1 geworden, sondern verkörpere auch die Werte Ferraris, sagte Teamchef Frédéric Vasseur über seinen Fahrer, dem man in Italien einst den Titel „il predestinato“ – der Auserwählte – verliehen hat.

Ferrari und Leclerc haben sich somit erneut füreinander entschieden, die Liebe ist ungebrochen. Reicht sie irgendwann auch für den WM-Titel?

Quelle: ntv.de, mar/sid

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