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Startseite»Nachrichten»Forschungsausgaben: Deutsche Unternehmen hinken deutlich hinterher
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Forschungsausgaben: Deutsche Unternehmen hinken deutlich hinterher

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 12, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Weltweiter VergleichDeutsche Unternehmen hinken bei Forschungsausgaben hinterher

Künstliche Intelligenz braucht deutlich mehr Kapazitäten in Rechenzentren als klassische IT‑Anwendungen – deshalb rüsten zahlreiche Firmen auf. (Foto: Corona Borealis – stock.adobe.co)

Zahlreiche US-Konzerne investieren massiv in künstliche Intelligenz. Entsprechend steigen Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf neue Rekordhöhen. Deutschland gibt dagegen weniger aus – nur ein Unternehmen sticht heraus.

Die weltweiten Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) haben einer EY-Auswertung zufolge im vergangenen Jahr erneut deutlich zugenommen – maßgeblich wegen massiver Steigerungen großer US-Konzerne. Die 500 Unternehmen mit den größten Budgets für F&E investierten 2025 neun Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Beratungsunternehmen mitteilte. Allein die Tech-Schwergewichte Alphabet, Amazon, Apple, Meta und Microsoft erhöhten ihre Investitionen um 21 Prozent.

Die 31 deutschen Unternehmen im Ranking steigerten ihre Ausgaben für Forschung und Entwicklung um lediglich drei Prozent beziehungsweise 2,8 Milliarden Euro auf insgesamt 83,3 Milliarden Euro. Bei den fünf US-Riesen beläuft sich allein das Plus im Jahresvergleich in absoluten Zahlen auf 46 Milliarden Euro.

Alle US-Unternehmen im Ranking zusammengenommen steigerten ihre Investitionen um durchschnittlich elf Prozent, asiatische Unternehmen um neun Prozent. Bei europäischen Unternehmen betrug die Steigerung lediglich fünf Prozent – der Schnitt war also dennoch höher als bei den deutschen Unternehmen im Ranking. Volkswagen ist der größte Investor im Bereich Forschung und Entwicklung in Europa und belegt global Rang sieben. Die Forschungsausgaben des Automobilkonzerns beliefen sich im vergangenen Jahr auf rund 18 Milliarden Euro.

Künstliche Intelligenz als Ausgabentreiber

Relativ zum Umsatz schneiden europäische Unternehmen vor allem gegenüber asiatischen deutlich besser ab, Spitzenreiter sind aber auch hier US-Unternehmen: Sie investierten durchschnittlich 9,2 Prozent ihres Umsatzes in F&E, europäische Unternehmen 6,7 Prozent und asiatische 4,7 Prozent.

„Vor allem der KI-Boom treibt die Forschungsausgaben der Technologieunternehmen auf immer neue Rekordhöhen“, erklärte EY-Chef Henrik Ahlers. „Selbst eine schwache Weltkonjunktur und hohe geopolitische Risiken bremsen diese Entwicklung bislang kaum.“

Quelle: ntv.de, nbr/AFP

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