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Politik

Freigegebener Teil der deutschen Ölreserve fast aufgebraucht

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Exklusiv

Stand: 11.06.2026 • 17:48 Uhr

Im Kampf gegen die Energiekrise hatte die Bundesregierung vor drei Monaten einen Teil ihrer Ölreserven freigegeben. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios ist diese Menge so gut wie weg.

Jannik Pentz

Der von Deutschland freigegebene Teil der Ölreserve ist fast vollständig aufgebraucht. „Die Mengen wurden bis auf sehr wenige Restbestände von Rohöl vom Markt mittlerweile aufgenommen“, teilte das zuständige Wirtschaftsministerium nun auf Anfrage des ARD-Hauptstadtstudios mit.

Im Kampf gegen die Energiekrise hatte die Bundesregierung vor knapp drei Monaten etwa 400.000 Tonnen Rohöl, 150.000 Tonnen Diesel und 50.000 Tonnen Flugzeugkerosin freigegeben. Deutschland folgte damit einem Aufruf der Internationalen Energieagentur (IEA), die ihren Mitgliedstaaten eine Freigabe empfohlen hatte. Als Reaktion auf die Preisschocks durch den Iran-Krieg sollten mehrere Staaten insgesamt 400 Millionen Barrel Rohöl freigeben.

Auf Deutschland entfielen damals etwa 2,64 Millionen Tonnen. Konkret freigegeben wurden dann allerdings nur etwa 600.000 Tonnen – deutlich weniger, als ursprünglich geplant.

„Keine Energieknappheit in Deutschland“

Trotz der aufgebrauchten Reserve gebe es auch weiterhin keine Energieknappheiten in Deutschland, betont das Wirtschaftsministerium. Man sei im engen Austausch mit der Branche und könnte schnell zielgerichtete Gegenmaßnahmen ergreifen. Außerdem stehe ein Großteil der Reserve weiterhin zur Verfügung. „Wir sind in der Lage bei eventuell auftretenden Problemen nachzusteuern“, heißt es auf Anfrage der ARD.

Ob die Bundesregierung nun weitere Teile der Ölreserve freigeben will, beantwortete das Ministerium nicht direkt. Wahrscheinlich ist das aber nicht. Wirtschaftsministerin Katharina Reiche war schon damals keine Anhängerin der Freigabe – folgte letztendlich aber dem internationalen Aufruf der IEA, nachdem die USA den Druck auf die Mitgliedsstaaten erhöht hatten. Nun macht das Ministerium erneut seine Grundüberzeugung deutlich: Die Ölreserve sei für Notlagen da, und „nicht in erster Linie zur Preisstabilisierung“.

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Dr. Heinrich Krämer
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