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Startseite»Nachrichten»Gedreht als sie 13 Jahre alt war: Wim Wenders entschuldigt sich bei Nastassja Kinski wegen Nacktszene
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Gedreht als sie 13 Jahre alt war: Wim Wenders entschuldigt sich bei Nastassja Kinski wegen Nacktszene

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 31, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Gedreht als sie 13 Jahre alt warWim Wenders entschuldigt sich bei Nastassja Kinski wegen Nacktszene

Die Schauspielerin spielte 1975 im Roadmovie „Falsche Bewegung“ ein Mädchen namens Mignon. (Foto: picture alliance / Maurizio Gambarini/dpa)

15 Jahre lang kämpft Nastassja Kinski vergeblich darum, dass eine Szene von ihr als Minderjährige mit nacktem Oberkörper aus einem Film von Wim Wenders entfernt wird. Erst spät kommt er ihrem Wunsch nach. Nun legen die beiden die Auseinandersetzung bei.

Nach einem langen Konflikt um den Film „Falsche Bewegung“ aus dem Jahr 1975 sind sich der Regisseur Wim Wenders und die Schauspielerin Nastassja Kinski einig geworden. In einer Mitteilung heißt es, dass die Angelegenheit beigelegt wurde.

Grund für den Disput war eine Nacktszene Kinskis, die beim Dreh erst 13 Jahre alt war und die Szene seit langer Zeit entfernt haben wollte. Nachdem bereits angekündigt wurde, den Film vorerst vom Markt zu nehmen, wurde jetzt eine gemeinsame Erklärung der beiden Parteien veröffentlicht.

Auf der Webseite der Wim Wenders Stiftung wird in einem gemeinsamen Statement mitgeteilt: „Wir haben unsere Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem Film ‚Falsche Bewegung‘ beigelegt.“ Der Regisseur hat sich demnach „bei Nastassja Kinski entschuldigt und ist ihrem Wunsch nachgekommen, die von ihr beanstandete Szene aus dem Film zu schneiden“.

Weiter wird bekannt gegeben, dass Kinski und Wenders durch den Wunsch verbunden seien, „dass die Erinnerung an den Film künftig nicht länger von diesem Konflikt überschattet wird und auch der lange freundschaftliche Umgang wiederhergestellt wird“.

Wenders kam Wunsch lange nicht nach

In der strittigen Szene ist Kinski mit nacktem Oberkörper zu sehen. Nach eigenen Angaben im Gespräch mit der „SZ“ im Mai fühlte sich die Schauspielerin schon beim Drehen unwohl. Sie habe seit 15 Jahren versucht, die Szene entfernen zu lassen. Schon damals als Kind habe sie „gemerkt, dass das nicht in Ordnung war“. Wenders sei ihr erster Regisseur gewesen, er habe sie „nicht beschützt“.

Anfang Juni war mitgeteilt worden, dass der Film aus den aktuellen Auswertungsformen zurückgezogen werde. Streaming-, TV- und Vertriebspartner wurden angewiesen, „Falsche Bewegung“ nicht mehr öffentlich zugänglich machen. Wenders erklärte, „dass Nastassja Kinski damals hätte besser beschützt werden müssen“. Dafür bitte er „ohne Wenn und Aber“ um Entschuldigung.

In einem vor rund einer Woche veröffentlichten Statement erklärte Wenders: „Ich nehme Nastassja Kinskis heutige Perspektive ernst. Sie blickt auf eine Erfahrung zurück, die sie als Dreizehnjährige gemacht hat und die sie belastet. Dafür habe ich mich bei ihr entschuldigt.“

Die Stiftung habe den Film aus der Auswertung genommen. „Die entsprechende Szene ist ersatzlos geschnitten und wird künftig nicht mehr Bestandteil des Films sein.“ Die Szene habe Wenders als Ausdruck einer „veränderten Sichtweise und aus Respekt gegenüber Nastassja Kinski gelöscht“. Die neue Schnittfassung sei Kinski außerdem zur Sichtung zur Verfügung gestellt worden.

Quelle: ntv.de, rog/spot

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