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Startseite»Nachrichten»Gelungene Geldanlage: Fünf Fehler: So verschenken Anleger oft Rendite
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Gelungene Geldanlage: Fünf Fehler: So verschenken Anleger oft Rendite

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 17, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Gelungene GeldanlageFünf Fehler: So verschenken Anleger oft Rendite

Viele Positionen, wenig Mischung? Entscheidend ist nicht die Anzahl der Titel im Depot, sondern die Zusammensetzung – ein weltweit streuender ETF kann schon reichen. (Foto: Nico Tapia/dpa-tmn)

Verlustaktien, falsches Timing und teure Handelsfehler: Wo Anleger laut Stiftung Warentest am meisten einbüßen – und wie es besser geht.

Auf dem Aktienmarkt kann man sein Geld auf viele Arten investieren. Aber nicht jede Strategie bringt gute Rendite. Tatsächlich gibt es sogar echte Denkfallen, in die man laufen kann. Stiftung Warentest hat fünf Anlegerfehler untersucht. Ein Überblick.

1. Zu wenig Streuung

Es ist ein verbreiteter Glaube, dass viele Einzelposten im Depot Ausdruck einer guten Streuung der Mittel sind. Das stimmt aber nur bedingt. Denn nicht die Anzahl der Positionen im Depot macht es divers, sondern die Zusammensetzung.

Dafür kann ein gut ausgewählter, weltweit investierender Fonds ausreichen. Ein börsengehandelter Indexfonds ETF bestenfalls, sonst nichts, so die Tester, die diesmal mit Unterstützung der Aarhus Universität in Dänemark Anlagestrategien unter die Lupe nahmen. („Stiftung Warentest Finanzen“, Ausgabe 07/26)

Als Maßstab sollte demnach der Weltindex MSCI World dienen. Dieser Index spiegele die Kräfteverhältnisse des weltweiten Kapitalmarktes wider. Wer in den vergangenen Jahren vom Weltindex abwich und zum Beispiel stärker in Europa investierte, musste im Vergleich auf Rendite verzichten.

2. Übermäßiges Handeln

Es gibt Anleger, die weniger als zweimal pro Jahr handeln, so die Warentester. Andere hingegen kommen auf dreistellige Orderzahlen. Das Problem: Viele Handelsbewegungen an der Börse können auch hohe Kosten verursachen – und die fressen an den Gewinnen.

Hinzu kommt laut der Untersuchung der Aarhus Universität: Wer viel handelt, ist oft risikofreudiger, läuft leichter in die Falle von mangelnder Diversifikation und steigt vielleicht auch eher bei spekulativen Produkten ein.

3. Spekulation als Anlagestrategie

Den Geheimtipp an der Börse würde jeder gern finden – und das Internet ist voll mit vermeintlichen Titeln, die bald so richtig durch die Decke gehen. Die Kurzfassung: Wer es sich nicht leisten kann, lässt so etwas unbedingt sein.

Weil die Erfolgschance so gering ist, nennt die Fachwelt solche Wertpapiere auch Lottery Stocks, also Lotteriepapiere. Hier kann man viel Geld versenken. Bis zu 28 Prozentpunkte Renditeverlust pro Jahr im Vergleich zum MSCI World ermittelten die Aarhuser Wissenschaftler.

4. Falsches Timing

Wenn man nur immer den richtigen Zeitpunkt treffen würde, eine Aktie zu verkaufen oder nochmal kräftig bei einem soliden Fonds nachzukaufen. Die Untersuchung zeigt aber: Korrekte Vorhersagen gelingen tatsächlich den wenigsten. Die überwiegende Mehrheit schafft das nicht – sogar Profis scheitern häufig.

Oft verpassen Anlegerinnen und Anleger selbst in guten Börsenzeiten schon den richtigen Einstieg, weil sie zögern. Was also tun? Einfach loszulegen, ist laut Stiftung Warentest meist die beste Strategie. Und wer den richtigen Zeitpunkt partout nicht findet, kann demnach einen Sparplan anlegen. Dann wird halt scheibchenweise über das Jahr hinaus investiert.

5. Hoffnung auf bessere Performance

Die Lieblings-Aktie macht nicht, was sie soll und dümpelt im Keller herum? Lieber weg damit und neu anfangen, so der Rat. Wer zu lange an Verlustpapieren festhält, büßt Rendite ein. Interessanterweise halten der Untersuchung zufolge Leute häufig an Verlustbringern fest – und verkaufen etwa stattdessen Papiere mit Gewinn. Vor allem Aktionären geht das so. Fondsinvestoren schaffen es demnach eher, sich von schlechten Produkten zu trennen.

Und warum ist das so? Das, so der Aarhuser Professor Steffen Meyer, liegt zum einen an der Hoffnung, dass es ja auch wieder nach oben gehen könnte. Zum Anderen daran, dass man sich den Fehlgriff vielleicht nicht ganz eingestehen mag. Schlechte Performance bei aktiv gemanagten Fonds hingegen könne man ja auch den Managern anlasten.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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