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Startseite»Nachrichten»Härtetest Deutschland: Waymo plant Robotaxi-Start in München und Berlin
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Härtetest Deutschland: Waymo plant Robotaxi-Start in München und Berlin

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 16, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Härtetest DeutschlandWaymo plant Robotaxi-Start in München und Berlin

16.09.2026, 21:27 Uhr

Von Lutz Meier
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Der Fahrersitz bleibt leer. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die Google-Tochter Waymo drängt mit Macht nach Deutschland und arbeitet am Start in München und wohl auch in Berlin. Dazu hat sie sich jetzt mit dem Versicherer Allianz zusammengeschlossen.

Was in der US-Metropole San Francisco und in mehreren chinesischen Millionenstädten schon zum Alltag gehört, könnte spätestens im kommenden Jahr auch in München und Berlin Realität werden: Der Robotaxi-Pionier Waymo, der zur Google-Mutter Alphabet gehört, hat seine Pläne für München bereits bestätigt – und arbeitet laut einem Bericht des „Spiegel“ an einem zeitgleichen Start in der deutschen Hauptstadt.

Nun hat Waymo zudem eine Partnerschaft mit dem Versicherer Allianz geschlossen. Waymo teilte am Mittwoch mit, dass Allianz unter anderem die Versicherung der selbstfahrenden Fahrzeuge und die Schadenregulierung übernehmen werde. „Dank der Zusammenarbeit mit Allianz Partners verfügen wir über das lokale Fachwissen und die operative Schlagkraft, die wir benötigen, um den Waymo Driver im Zuge unseres Wachstums in Europa sicher, zuverlässig und verantwortungsbewusst einzuführen“, hieß es in einem Blogbeitrag von Waymo.

Waymo bereitet – neben anderen Anbietern – bereits einen Start in London vor, der noch in diesem Jahr erfolgen soll. München könnte die erste Stadt in Kontinentaleuropa werden, in der Fahrdienste mit Autos ohne Fahrer Passagiere befördern. Ob und wann es tatsächlich dazu kommt, hängt allerdings noch von Behörden und Genehmigungen ab. Waymo und andere Anbieter haben bereits beim Kraftfahrt-Bundesamt eine Betriebserlaubnis für autonom fahrende Fahrzeuge der sogenannten Stufe 4 beantragt. Dabei übernimmt das Auto innerhalb eines festgelegten Bereichs vollständig die Fahraufgabe.

Zusätzlich muss das jeweilige Fahrgebiet genehmigt werden. Dafür sind die Landesbehörden in Bayern und Berlin zuständig. Laut „Spiegel“ sprechen Waymo-Vertreter in Berlin bereits seit längerem mit dem Senat darüber. Sollen die Fahrzeuge tatsächlich als Taxis unterwegs sein, müsste zudem das Personenbeförderungsrecht angepasst werden.

Konkurrenz für Bus und Bahn

Auf den Sprung in das erwartete Milliardengeschäft sind auch Fahrdienstanbieter wie Uber und Lyft, Start-ups wie Wayve aus Großbritannien sowie Technologiekonzerne wie Baidu und Pony.ai aus China. Autohersteller wie Tesla und Volkswagen verfolgen ebenfalls entsprechende Pläne, sind mit deren Umsetzung bislang aber weniger weit.

Für autonome Autos sind Europas Städte in mancher Hinsicht anspruchsvoller als viele Städte in den USA oder China. Gerade in älteren Stadtzentren ist der Verkehr oft unübersichtlicher. Straßenbahnen, Fahrräder und Fußgänger teilen sich den knappen Raum mit Autos. Die autonome Steuerung muss all diese Verkehrsteilnehmer zuverlässig erkennen. Dafür verarbeitet sie unter anderem Daten von Kameras, Radar- und Lasersensoren.

Hinzu kommt die Frage, wie Robotaxis das Verkehrsgefüge europäischer Großstädte verändern. Anders als in vielen Städten der USA und Chinas gibt es hier gut ausgebaute und öffentlich finanzierte Nahverkehrssysteme. Verkehrsforscher und Kommunalpolitiker warnen deshalb davor, dass Robotaxis Bus und Bahn Fahrgäste abnehmen könnten.

Zudem gibt es die Sorge, dass zusätzliche Fahrzeuge den Verkehr noch verstärken. In China und den USA lässt sich bereits beobachten, dass Robotaxis ohne Fahrgäste durch Städte fahren, während sie auf neue Aufträge warten. Eine große Zahl solcher Leerfahrten könnte Straßen zusätzlich belasten und den Verkehr verlangsamen.

Dieser Text ist zuerst bei capital.de erschienen.

Quelle: ntv.de

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Dr. Heinrich Krämer
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