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Startseite»Nachrichten»Iran-Krieg schlägt durch: Bauen in Deutschland wird immer teurer
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Iran-Krieg schlägt durch: Bauen in Deutschland wird immer teurer

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 10, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Iran-Krieg schlägt durchBauen in Deutschland wird immer teurer

Der Traum vom Eigenheim ist eine kostspielige Angelegenheit. (Foto: picture alliance / SvenSimon)

Erst die Ukraine, jetzt noch der Iran: Die Kriege in Osteuropa und Nahost treiben die Preise. Auch Bauherren bekommen dies nun zu spüren.

Wer in Deutschland bauen will, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Die Preise für den Neubau konventioneller Wohngebäude stiegen im Mai um 5 Prozent gemessen am Vorjahresmonat, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Damit beschleunigt sich der Anstieg: Im Februar kletterten die Preise noch um 3,3 Prozent.

Höhere Kosten für Bauherren gibt es demnach in allen Bereichen. Die Preise für Roharbeiten kletterten im Mai um knapp 5 Prozent binnen Jahresfrist. Während sich Betonarbeiten um 3,6 Prozent und Mauerarbeiten um 3,8 Prozent verteuerten, stiegen die Preise für Dachdeckungsarbeiten sowie Zimmer- und Holzbauarbeiten jeweils um 7,3 Prozent. Ausbauarbeiten wurden um 5,1 Prozent teurer, darunter Heizanlagen und Wärmepumpen. Bei Metallbauarbeiten wuchsen die Preise um 4,4 Prozent.

Die Baupreise, die bereits mit dem russischen Überfall auf die Ukraine stark angezogen haben, sind mit dem Iran-Krieg weiter gestiegen. Er verteuert Baumaterialien wie Bitumen, Stahl und Dämmstoffe und treibt die Energiekosten nach oben – Baufirmen reichen gestiegene Preise an Kunden weiter. Hohe Kosten sind einer der Hauptgründe für den stockenden Neubau und Wohnungsmangel in Deutschland, in der Folge stehen die Mieten gerade in Städten unter Druck. 

Nicht nur der Neubau, auch Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden sind laut Statistik deutlich kostspieliger geworden. Hier stiegen die Preise im Mai um 5,6 Prozent zum Vorjahresmonat. Die Neubaupreise für Bürogebäude kletterten zudem um 5,2 Prozent und im Straßenbau um 6,2 Prozent. 

Bundesbauministerin Verena Hubertz hat jüngst eine Reihe von Maßnahmen vorgelegt, um die Baukosten zu senken. Die SPD-Politikerin setzt auf mehr Digitalisierung, schnellere Prozesse und vereinfachte Förderprogramme. Zudem ist nach ihren Worten der Gesetzesentwurf zum Gebäudetyp E fertig, der mit einfacheren und billigeren Standards die Kosten im Wohnungsbau senken soll.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa

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