Zu Beginn des Iran-Krieges war Irans Oberster Führer Chamenei bei einem Angriff getötet worden. Nun wurde er in seiner Heimatstadt beigesetzt. Auffällig ist das erneute öffentliche Fehlen seines Sohnes und Nachfolgers.
Mehr als vier Monate nach seinem Tod wurde der ehemalige Oberste Führer Irans, Ajatollah Ali Chamenei, beigesetzt. Dem Begräbnis waren rund einwöchige Trauerzeremonien in Iran und Irak vorausgegangen.
Chamenei wurde im Imam-Resa-Schrein in seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten Irans unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestattet, wie mehrere iranische Medien in der Nacht übereinstimmend berichteten. An den tagelangen Trauerzeremonien hatten nach staatlichen Angaben allein in Iran Millionen Menschen teilgenommen. Von seinen Anhängern wird Chamenei als Märtyrer verehrt.
Erneut kein öffentliches Auftreten von Sohn und Nachfolger
Chamenei war Ende Februar zu Beginn des Krieges gegen Iran bei einem Angriff der USA und Israels auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden. Bis dahin war er mehr als drei Jahrzehnte lang das geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik. Den Posten hatte er 1989 nach dem Tod von Republikgründer Ajatollah Ruhollah Khomeini übernommen. Chameneis Nachfolge trat sein Sohn Modschtaba Chamenei an.
Doch wie bereits bei den Trauerzeremonien trat der neue Oberste Führer Irans auch bei der Beisetzung seines Vaters nicht öffentlich in Erscheinung. Unbestätigten Berichten zufolge soll Modschtaba Chamenei bei dem Angriff, bei dem sein Vater und weitere Familienmitglieder getötet wurden, schwer verletzt worden sein. Aus seinem engen Umfeld hieß es, sein Gesicht sei entstellt und er habe schwere Verletzungen an einem oder beiden Beinen davongetragen.
