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Startseite»Nachrichten»Kane schnürt Dreierpack: FC Bayern stimmt sich mit weiterer Tor-Gala aufs Pokalfinale ein
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Kane schnürt Dreierpack: FC Bayern stimmt sich mit weiterer Tor-Gala aufs Pokalfinale ein

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 17, 2026Keine Kommentare6 Minuten Lesezeit
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Kane schnürt DreierpackFC Bayern stimmt sich mit weiterer Tor-Gala aufs Pokalfinale ein

Der FC Bayern hatte die Schale schon lange sicher – aber jetzt auch in den Händen. (Foto: REUTERS)

Der FC Bayern hat die Meisterschale längst sicher. Vom Gas gehen die Münchner am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga aber nicht – im Gegenteil, Köln bekommt auf die Socken. Der SC Freiburg qualifiziert sich indes sicher für Europa.

FC Bayern – 1. FC Köln 5:1 (3:1)

Der FC Bayern hat eine bemerkenswerte Bundesliga-Saison standesgemäß beendet und reist mit Rückenwind zum Pokalfinale nach Berlin. Der Meister gewann sein Heimspiel am letzten Spieltag gegen den 1. FC Köln dank Dreifach-Torschütze Harry Kane souverän mit 5:1 (3:1) und feierte einen gelungenen Auftakt in seine Meister-Feierlichkeiten. Der überragende Kane (10., 13., 69.), Tom Bischof (22.) und der eingewechselte Nicolas Jackson (83.) trafen für die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany, die die Saison mit unglaublichen 122 Toren beendete. Said El Mala (18.) gelang der Kölner Ehrentreffer.

Nach dem Erhalt der Meisterschale in der Allianz Arena steht für die Bayern am Abend noch ein interne Party am Nockherberg an, am Sonntag präsentieren sich Kapitän Manuel Neuer und Co. den Fans bei der Meisterfeier am Marienplatz. Längst gehen die Blicke aber schon darüber hinaus, auf den 23. Mai, auf das Pokalfinale im Olympiastadion gegen den VfB Stuttgart.

„Danke für die geile Saison! Gemeinsam holen wir den Pokal!“, stand vor Anpfiff auf einem Banner in der Südkurve. Mit 89 Punkten komplettierten die Bayern die drittbeste Spielzeit der Vereinsgeschichte, zudem pulverisierte der Rekordsturm um Kane, Luis Díaz und Michael Olise den über 50 Jahre alten Bestwert von 101 Treffern. Einziger Makel: Das 1:2 im Heimspiel gegen den FC Augsburg Ende Januar.

Trotz des nahenden Pokalfinals blickten die Bayern vor der Partie auch nochmal zurück. Erst ließen sich die Champions-League-Gewinner von 2001 um Oliver Kahn und Stefan Effenberg 25 Jahre nach ihrem Triumph auf dem Rasen feiern feiern, dann wurden Leon Goretzka, Raphael Guerreiro und Jackson offiziell verabschiedet.

Für Goretzka, der in seinem letzten Heimspiel nach acht Jahren in München in der Startelf stand, gab es Sprechchöre von den Rängen – und Standing Ovations bei seiner Auswechslung nach 82 Minuten. Dem feierlichen Rahmen entsprechend legten die Bayern auch auf dem Rasen los. Eine Flanke von Lennart Karl verwertete Kane sehenswert per Direktabnahme, nur wenige Minuten später legte der Engländer per Freistoß seinen zweiten Treffer nach.

El Mala, der erst Jamal Musiala den Ball abnahm und sich danach stark gegen mehrere Bayern-Spieler durchsetzte, traf zwar zum schnellen Anschluss. Ansonsten blieb Bayern-Torwart Neuer, über dessen Comeback in der Nationalmannschaft nach seiner Vertragsverlängerung beim Rekordmeister mehr denn je spekuliert wird, weitgehend beschäftigungslos. Erst recht, nachdem Bischof den alten Abstand wieder hergestellt hatte.

Musiala (40.) und Karl (53.) trafen für die Bayern jeweils nur den Pfosten. Ansonsten ließen es die Münchner vor allem nach der Pause deutlich ruhiger angehen. Kane macht dennoch vorzeitig alles klar, es war sein 36. Saisontor in der Liga.

SC Freiburg – RB Leipzig 4:1 (2:1)

Der SC Freiburg spielt auch in der kommenden Saison sicher international und geht mit ordentlich Rückenwind in das größte Spiel der Vereinsgeschichte. Bei der Generalprobe für das Finale in der Europa League bezwangen die Breisgauer RB Leipzig mit 4:1 (2:1) und sicherten sich in der Bundesliga Rang sieben. Damit geht es in der kommenden Spielzeit mindestens in die Conference League, mit einem Endspiel-Sieg gäbe es ein Upgrade in die Champions League.

Jan-Niklas Beste (24.), Igor Matanovic (26.), Matthias Ginter (47.) und Derry Scherhant (75.) schossen den Sport-Club zum ersten Sieg an einem letzten Spieltag seit 2020. Das große Duell mit Aston Villa am Mittwoch (21 Uhr/RTL und im ntv.de-Liveticker) in Istanbul kann kommen. Für Leipzig war das Anschlusstor von Assan Ouédraogo (33.) zu wenig, Platz drei und die damit verbundene Champions-League-Qualifikation war aber bereits zuvor gesichert. Mit 65 Punkten wurde allerdings die beste Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte um zwei Zähler verfehlt.

Vier Tage vor dem Endspiel fiel es den Breisgauern eigentlich schwer, den Fokus nochmals komplett auf die Bundesliga zu legen. „Wenn wir alle ehrlich sind, ist das schon das etwas größere Spiel am Mittwoch in Istanbul“, sagte Ginter: „Natürlich haben wir noch zwei Spiele. Aber es ist ganz normal, dass der Fokus ein bisschen verrückt ist.“ In der Tat brauchte die Mannschaft kurz Anlaufzeit, doch Leipzigs Yan Diomande schloss nach 100 Sekunden allein vor dem Tor zu lasch ab. 

Nach diesem Schreckmoment fand der Sport-Club allerdings schnell in die Partie, war gegen den Tabellendritten gar die spielbestimmende Mannschaft. Beste staubte nach einem Lattenkopfball von Ginter erfolgreich ab, nur 120 Sekunden später nickte Matanovic eine Flanke von Johan Manzambi von der rechten Seite stark ein. Leipzig zeigte sich vor 33.600 Zuschauern davon allerdings kaum geschockt, schaltete vielmehr auch ohne den fehlenden Kapitän David Raum einen Gang hoch.

Ouédraogo schoss nach starker Finte aus 19 Metern mit links perfekt flach ins Eck, kurz vor der Pause verhinderte dann Noah Atubolu bei einem strammen Flachschuss von Conrad Harder den Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel erwischte Freiburg mit dem Treffer von Ginter nach einer Ecke einen Blitzstart und zog sich dann zurück. Leipzig rannte nun unermüdlich an, entwickelte aber nur selten wirkliche Gefahr. Stattdessen setzte die Elf von Julian Schuster mit Kontern immer wieder Nadelstiche. Wie beispielsweise beim Treffer zum 4:1 durch Scherhant.

Werder Bremen – Borussia Dortmund 0:2 (0:0)

Vizemeister Borussia Dortmund hat mit der besten Punktausbeute seit sieben Jahren einen versöhnlichen Saisonabschluss in der Bundesliga gefeiert. Das Team von Trainer Niko Kovac gewann 2:0 (0:0) bei Werder Bremen und beendet die Spielzeit mit 73 Zählern. Letztmals hatte es 2018/19 eine höhere Ausbeute gegeben (76 Punkte) .Serhou Guirassy (59.) und Yan Couto (90.+5) trafen für die Gäste. Weil die Abwehr abermals ohne Gegentor auskam, stellte der BVB zudem mit 15 Zu-Null-Spielen seinen eigenen Vereinsrekord aus den Saisons 2011/12 und 2019/20 ein. Den ligaweiten Rekord hält Bayern München, 2014/15 blieb der Rekordmeister 22 Mal ohne Gegentreffer.

Werder beendete die Saison nach langen Abstiegssorgen und einem Trainerwechsel mit 32 Punkten als 15., das ist die drittschwächste Bundesliga-Saison in der Vereinsgeschichte. Während des Spiels brachten die Bremer Anhänger ihren Unmut darüber zum Ausdruck. „Nichtabstieg mehr Glück als Verstand! Vereinsführung, unsere Geduld ist nicht grenzenlos“, stand auf Plakaten. Dazu forderten die Fans „personelle Konsequenzen“, explizit den Rauswurf von Sportchef Clemens Fritz und Leiter Profifußball Peter Niemeyer.

Doch bereits zuvor hatte Werders Vorsitzender der Geschäftsführung, Klaus Filbry, bei Sky dem Sportchef Fritz sein Vertrauen ausgesprochen. Auch Trainer Daniel Thioune, der im Februar von Horst Steffen übernommen hatte, werde im Amt bleiben. Das sportlich unbedeutende letzte Saisonspiel, das betonten beide Trainer, sollte ernst genommen werden. Dennoch boten sich im Weserstadion wenige Highlights. Während einer Dreifachchance für die Gäste scheiterten Guirassy, Samuele Inácio und Jobe Bellingham an Werder-Keeper Mio Backhaus und dem Pfosten (6.).

Bremen war offensiv zu harmlos. Der Treffer von Verteidiger Amos Pieper nach einem Freistoß wurde aufgrund einer Abseitsstellung aberkannt (28.) – dasselbe galt in der Schlussphase für das vermeintliche Tor durch Karim Coulibaly (81.).´Nach dem Seitenwechsel verhinderte erneut Backhaus die BVB-Führung und parierte glänzend gegen Guirassy (46.), wenig später nickte der Dortmunder Stürmer unhaltbar ins Eck. Couto besorgte spät den Endstand.

Quelle: ntv.de, mar/sid

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