Kein Abschied für immer
Biathlon-Star wechselt die Sportart
Im Februar gewinnt Emilien Jacquelin noch olympisches Gold im Biathlon. Für das Jahr 2027 entscheidet sich der Franzose trotzdem gegen den Wintersport. Ein großes Ziel aber bleibt.
Olympiasieger Emilien Jacquelin wird im kommenden Jahr im Radsport statt wie bisher im Biathlon an den Start gehen. Diese Entscheidung kommunizierte der 31-Jährige am Abend all seinen Fans in einer Videobotschaft des französischen Skiverbands.
Jacquelin sagte aber, dass „Olympia 2030 das Ziel bleibt – wie ich es immer gesagt habe“. Die nächsten Winterspiele in dreieinhalb Jahren finden in den französischen Alpen statt. In diesem Februar hatte Jacquelin bei den Olympia-Wettbewerben im italienischen Antholz Gold in der Staffel sowie Bronze in der Verfolgung gewonnen.
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Der erfolgreiche Biathlet betonte, dass es sich nicht um einen Abschied für immer halte. Es gehe zunächst um die kommende Saison. Jacquelin probierte sich seit Anfang Mai beim Nachwuchsteam von Decathlon-CMA CGM aus.
Gruß an die Biathlon-Fans
Er habe einen sechsmonatigen Praktikumsvertrag, hatte Jacquelin der „L’Equipe“ gesagt. Obwohl er sich Anfang Mai nach einem Sturz das Schlüsselbein gebrochen hatte und operiert werden musste, bestritt er im Sommer bereits erste Einsätze. An seine Biathlon-Fans richtete er die Worte: „Wir sehen uns.“ „Der Weg, den ich heute einschlage, ist anders und besonders, aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass er im Einklang mit dem steht, was ich tun möchte“, betonte er.
Dass Jacquelin mit dem Biathlon bereits abgeschlossen hat, glaubt Nationaltrainer Simon Fourcade nicht. Der Coach hielt dem amtierenden Olympiasieger die Tür für eine Rückkehr zuletzt offen „Ich sehe diese Phase nach den Olympischen Spielen wirklich als Bonus für alle: Für Emilien ist es eine Chance, etwas Neues auszuprobieren, und für die jüngeren Athleten bedeutet es einen etwas leichteren Zugang zum Weltcup, sodass sie im direkten Duell mit der internationalen Elite Erfahrungen sammeln können“, verwies Fourcade auf die Win-win-Situation.
Verwendete Quellen: ntv.de, msc/dpa
