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Startseite»Nachrichten»Keine Nahost-Versöhnungsgeste: Möchtegern-Friedensstifter Infantino scheitert auf offener Bühne
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Keine Nahost-Versöhnungsgeste: Möchtegern-Friedensstifter Infantino scheitert auf offener Bühne

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 1, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Keine Nahost-VersöhnungsgesteMöchtegern-Friedensstifter Infantino scheitert auf offener Bühne

Gianni Infantino möchte beim FIFA-Kongress eine Versöhnungsgeste zwischen dem israelischen und dem palästinensischen Verbandschef herbeiführen. Doch das geht nach hinten los.

Der palästinensische Fußballverbandschef Jibril Rajoub hat seinem israelischen Kollegen Basim Scheich Suliman in einem aufgeladenen Moment beim FIFA-Kongress den Handschlag verweigert. Gianni Infantino hatte die beiden Verbandsvertreter am Donnerstag in Vancouver auf die Bühne gerufen, der FIFA-Präsident scheiterte jedoch inmitten des Streits um die palästinensische Forderung nach einem Ausschluss Israels mit seinem Vermittlungsversuch.

Rajoub war augenscheinlich nicht bereit, für einen Handschlag oder ein gemeinsames Foto mit dem israelischen Verbandsvize zu posieren. Stattdessen redete er gestenreich auf Infantino ein. Der FIFA-Chef lächelte und forderte beide Verbände zur Zusammenarbeit auf. 

„Das sind, wie wir wissen, sehr häufig komplexe Angelegenheiten“, sagte der 56-Jährige, dessen Weltverband im März entschieden hatte, dass keine Maßnahmen gegen den israelischen Verband (IFA) wegen der Vorwürfe, wonach israelische Vereine mit angeblichem Sitz im besetzten Westjordanland an israelischen Ligen teilnehmen, ergriffen werden.

„Kein Platz für Politik“

Zuvor hatte Rajoub für den palästinensischen Fußballverband (PFA) den Druck auf die FIFA erhöht und sich an den Internationalen Sportgerichtshof CAS gewandt. Er hoffe, „dass diese Angelegenheit über den nächsten verfügbaren Rechtsweg zu einer verhältnismäßigen und endgültigen Lösung geführt wird“, sagte Rajoub. Die Berufung gegen die FIFA-Entscheidung sei am 20. April eingereicht worden. Suliman betonte in seiner Rede, dass es im Fußball „keinen Platz für Politik“ gebe.

„Unser Ziel ist nicht Konfrontation. Unser Ziel ist Korrektur“, ergänzte Rajoub, der vor einem „Präzedenzfall“ warnte. Er hoffe weiterhin, „dass wir im nächsten Jahr diesen Kongress nicht um eine Abstimmung bitten müssen. Wir hoffen auch jetzt noch, dass die FIFA den gerechten und mutigen Weg einschlägt, der die grundlegenden Rechte jedes Mitglieds dieses Kongresses schützt.“

Rund zwei Jahre hatte sich die FIFA mit dem palästinensischen Antrag beschäftigt. Im März kam das Gremium zu der Entscheidung, dass keine Maßnahmen ergriffen werden sollten, da der „endgültige rechtliche Status des Westjordanlands nach dem Völkerrecht weiterhin eine ungelöste und äußerst komplexe Angelegenheit“ darstelle.

Quelle: ntv.de, ter/sid

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