KURZMELDUNG · ÖSTERREICH
Auf einer vermeintlichen Investmentplattform erscheint ein Gewinn, kurz darauf landet sogar echtes Geld am Konto. In zwei steirischen Fällen waren es 238 beziehungsweise 1.000 Euro. Die Polizei warnte am 9. September 2026: Die kleinen Auszahlungen führten zu wesentlich höheren Zahlungen und Verlusten.
Eine 27-Jährige kam über Instagram, WhatsApp und Telegram zu angeblichen Investments und bezahlten Social-Media-Aufgaben. Sie verlor mehr als 6.000 Euro. Eine 74-Jährige folgte einer YouTube-Werbung und einem angeblichen Finanzexperten. Ihr Schaden beträgt mehr als 173.000 Euro. Welche Investmentseiten und Gruppen verwendet wurden, ist nicht bekannt.
Zwei weitere Fälle begannen als Online-Beziehungen. Eine 65-Jährige schickte einem angeblichen Militärarzt in vier Paketen insgesamt 237.000 Euro Bargeld nach Wien und Italien. Eine 50-Jährige überwies einem vermeintlichen Piloten rund 77.000 Euro.
Die vier Fälle verursachten zusammen rund 493.000 Euro Schaden. Für 2025 verzeichnete die LPD Steiermark 4.332 Anzeigen wegen Internetbetrugs, 5,6 Prozent mehr als 2024. Die Aufklärungsquote lag bei 31,9 Prozent. Diese Statistik umfasst unterschiedliche Betrugsformen und ist keine Zahl vergleichbarer Anlage- oder Love-Scams.

Eine kleine erfolgreiche Auszahlung beweist nicht, dass ein Angebot seriös ist. Betrüger können sie bewusst finanzieren, während Kontostände und Gewinne auf der Plattform frei erfunden sind. Bei Anlagebetrug, bezahlten Online-Aufgaben und Romance-Scams dient derselbe Mechanismus als Köder: Ein früher Vertrauensbeweis soll immer größere Zahlungen plausibel machen.
Quellen
Über dieses Format: Für unsere Kurzmeldungen sammeln und prüfen wir aktuelle Entwicklungen aus verlässlichen Quellen. Nach der redaktionellen Bearbeitung werden die Meldungen über unser eigenes Mimikama-Kurzmeldungs-System veröffentlicht. Daher können mehrere Beiträge denselben Veröffentlichungszeitpunkt tragen.
