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Startseite»Nachrichten»Kühlsysteme gehackt: BND und Co. schalten sich nach Cyberangriffen auf Supermärkte ein
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Kühlsysteme gehackt: BND und Co. schalten sich nach Cyberangriffen auf Supermärkte ein

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerNovember 7, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Kühlsysteme gehacktBND und Co. schalten sich nach Cyberangriffen auf Supermärkte ein

In mehreren Ländern stellen Hacker Kühl- oder Gefriertruhen aus der Ferne um – die Temperatur steigt, die Waren verderben. (Foto: picture alliance/dpa/TT News Agency via AP | Fredrik Sandberg/TT)

Die Gefahr von Cyberangriffen ist allgegenwärtig: Zahlreiche Länder melden in diesen Tagen gehackte Gefrier- und Kühlanlagen in Supermärkten. Auch Deutschland ist betroffen. Nun nehmen Nachrichtendienste Ermittlungen auf.

Nach den Cyberangriffen auf Kühlsysteme europäischer Supermärkte haben sich deutsche Nachrichtendienste eingeschaltet. „Die Vorfälle sind Gegenstand aktueller nachrichtendienstlicher Ermittlungen“, teilte das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) dem „Handelsblatt“ mit. Außerdem befasse sich das Gemeinsame Zentrum zur Bekämpfung hybrider Bedrohungen (GAZ Hybrid) mit dem Thema. Dort arbeiten unter anderem Verfassungsschutz, Bundesnachrichtendienst (BND) und Militärischer Abschirmdienst (MAD) zusammen.

Zuletzt hatten in Europa mehrere Länder Cyberangriffe auf Gefrier- und Kühlanlagen in Supermärkten gemeldet. Neben Schweden, Belgien, Estland, Finnland und Luxemburg gaben am Montag auch Italien, Irland, die Niederlande und Portugal Attacken bekannt. Auch in Deutschland kam es in einzelnen Lebensmittelmärkten zu Störungen. Vor drei Wochen hatte es bereits einen massiven Cyberangriff auf Kühlanlagen von Supermärkten in Frankreich gegeben.

Die gegenwärtigen Erkenntnisse deuteten auf „eine Ausnutzung bekannter Schwachstellen der betroffenen Steuerungssysteme hin“, erklärte der Verfassungsschutz laut „Handelsblatt“. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte der Zeitung: „Die Manipulation von Steuerungssystemen mit dem Ziel, Waren zu zerstören, ist ein ernstzunehmender Vorfall.“ Ob hinter den Attacken ausländische Geheimdienste stehen, ist ungeklärt. Derzeit lägen „keine Erkenntnisse vor, die eine eindeutige Zuordnung dieser Angriffe zu einem spezifischen Akteur oder einer staatlichen Stelle zulassen würden“, sagte der Sprecher.

Der Verfassungsschutz verwies zugleich auf die wachsende Gefahr staatlich gesteuerter Cyberangriffe. „Deutschland steht im Fokus ausländischer Geheimdienste.“ Besonders gefährdet seien Wirtschaftsunternehmen und Betreiber kritischer Infrastrukturen. Vor allem Russland bereitet der Behörde Sorgen. „Vornehmlich in Reaktion auf Sanktionen der Europäischen Union und in Zusammenhang mit Deutschlands Unterstützung der Ukraine besteht anhaltend ein hohes Risiko etwa von Cyberangriffen durch russische staatliche Akteure.“

Das Recherchenetzwerk „Correctiv“ hatte berichtet, dass prorussische Kanäle im Onlinedienst Telegram die jüngsten Angriffe auf Kühlsysteme Hackergruppen aus Russland zugeschrieben hätten. Das Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik teilte demnach mit, Kenntnis von entsprechenden Posts zu haben. Es gebe allerdings keine Hinweise, die diese Zuschreibungen belegten. Es sei daher nicht auszuschließen, „dass Trittbrettfahrer diese Angriffe ohne Beleg für sich reklamieren“, zitierte „Correctiv“ den BSI-Sprecher.

Quelle: ntv.de, nbr/AFP

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