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Startseite»Nachrichten»„Lagerkapazitäten erschöpft“: US-Finanzminister sieht Irans Ölproduktion brachliegen
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„Lagerkapazitäten erschöpft“: US-Finanzminister sieht Irans Ölproduktion brachliegen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 14, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Lagerkapazitäten erschöpft“US-Finanzminister sieht Irans Ölproduktion brachliegen

„Es fahren keine Schiffe aus, es kommen keine Schiffe an“, so Bessent. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Der Iran sperrt die Straße von Hormus und trifft die Weltwirtschaft hart. Die USA revanchieren sich mit einer Blockade iranischer Schiffe. Der Iran soll sein Öl nicht mehr verkaufen können. US-Minister Bessent berichtet von der Effektivität des Einsatzes. Die Folgen könnten lange anhalten.

US-Finanzminister Scott Bessent zufolge ist die iranische Ölproduktion zum Stillstand gekommen. Seit drei Tagen sei kein Öl mehr auf der für den Export wichtigen Insel Kharg verladen worden. „Wir gehen davon aus, dass ihre Lagerkapazitäten erschöpft sind“, sagte er in einem Interview mit dem Sender CNBC und führte fort: „Es fahren keine Schiffe aus, es kommen keine Schiffe an, sie können also kein Öl auf See lagern“.

Kann der Iran sein Öl nicht mehr verkaufen, drohen seine Speicher vollzulaufen. Müssten deswegen Erdölbohrlöcher geschlossen werden, könnten diese langfristig beschädigt werden. Bessent spielte darauf bereits füher an: Die Blockade werde zu einem „shut in“ der iranischen Ölanlagen führen und die Seeblockade die Einnahmen Teherans ins Visier nehmen.

Bessent behauptete im Gespräch mit CNBC, der Iran habe begonnen, seine Produktion herunterzufahren. Das zeigten Satellitenbilder. Analysten sagen, dass der Iran noch über Lagerkapazitäten für einige weitere Wochen verfügt und dass Teheran begonnen hat, die Produktion langsam zu drosseln, um den Rückstau zu bewältigen.

Der Minister wertete dies als Erfolg der US-Blockade von Schiffen, die iranische Schiffe ansteuern oder verlassen wollen. Das US-Militär fängt diese seit Wochen ab und will damit Teheran wirtschaftlich in die Knie zwingen, weil dann kein Öl mehr exportiert werden kann. US-Präsident Donald Trump hatte sie als Reaktion auf die iranische Blockade der Straße von Hormus verhängt.  Im ersten Monat ihrer Blockade haben US-Streitkräfte 70 Schiffe umgeleitet, die nach ihren Angaben auf dem Weg zu oder von iranischen Häfen waren. 

Nach der US-Offensive und der anschließenden Waffenruhe erlebt der Iran eine historische Inflationswelle. Die Landeswährung Rial ist auf ein Rekordtief gefallen, während sich die Verbraucherpreise nahezu verdoppelt haben. Beobachter führen die Entwicklung vor allem auf die US-Blockade in der Straße von Hormus zurück. Diese schränkte den iranischen Ölexport – die wichtigste Einnahmequelle des Landes – massiv ein. 

Zollkonflikt mit China

Bessent betonte außerdem, dass China Interesse am Kauf mehrerer US-Güter signalisiert habe – unter anderem Flüssiggas und Rohöl. Um die steigende Nachfrage abzudecken, solle die Ölförderung im US-Bundesstaat Alaska angekurbelt werden. Vor dem Krieg bezog China mehr als ein Zehntel seiner Ölimporte aus dem Iran.

Für mögliche Senkungen von Importabgaben brauche es aber bessere Bedingungen zwischen den USA und China, soBessent mit Blick auf den Zollkrieg. Kernidee sei ein Handelsrat (Board of Trade), über den beide Seiten Güter in unbedenklichen Bereichen identifizieren sollen, sagte er im CNBC-Interview auf die Frage, welche Güter für Zollsenkungen im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar (25,6 Mrd Euro) infrage kämen. Bessent stellte dabei gegenseitige Handelserleichterungen in Aussicht.

Der Minister nannte als Beispiele „Feuerwerke oder besonders günstige Verbrauchsgüter, die auf jeden Fall weiterhin aus China kommen werden“, bei denen die Zölle dann gesenkt oder gar ausgesetzt werden. Zugleich schränkte er ein, dass es Zollsenkungen nur für Produkte geben solle, die weder eine strategische Bedeutung für die USA hätten noch selbst in den Vereinigten Staaten produziert werden sollten.

Derzeit besucht US-Präsident Donald Trump Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking. Mit dabei sind hochrangige Minister und eine Reihe hoch angesehener Unternehmenslenker.

Quelle: ntv.de, mwa/dpa/DJ

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