Die Erleichterung ist groß: Vier weitere Männer konnten sich aus einer überfluteten Höhle in Laos retten, nachdem sie dort tagelang eingeschlossen waren. Gleichzeitig schwinden die Chancen, die beiden übrigen Vermissten zu finden.
In Laos konnten weitere vier Goldsucher, die tagelang in einer überfluteten Höhle eingeschlossen waren, in Sicherheit gebracht werden. Sie hätten es am Samstagnachmittag laotischer Zeit alleine aus dem Berg geschafft, sagte der an der Rettungsmission beteiligte Höhlentaucher Josh Richards.
Bereits am Freitagabend konnten die Rettungskräfte den ersten der fünf Männer befreien, die sie in der Höhle lebend gefunden hatten. Insgesamt sollen sieben Menschen in der Mine eingeschlossen worden sein. Zwei von ihnen wurden bisher jedoch nicht gesichtet und gelten weiterhin als vermisst.
Die Männer wurden in einer Höhle im Bezirk Longchaeng im Norden von Laos eingeschlossen.
Die Menschen saßen seit eineinhalb Wochen fest – hunderte Meter vom Höhleneingang entfernt. Heftige Regenfälle hatten die Goldmine im Bezirk Longchaeng im Norden des Landes geflutet und einen Erdrutsch ausgelöst.
Wie genau es ihnen gelungen ist, durch die extrem engen Tunnel und überfluteten Passagen den Ausgang zu erreichen, war zunächst unklar. Das Wasser in der Höhle war offenbar so weit gesunken, dass die Goldsucher nicht tauchen mussten. Das galt als eines der größten Probleme der Rettungsmission. Sie werden laut Richards nun von Ärzten untersucht.
Hoffnungen für Vermisste gering
Die Wahrscheinlichkeit, die zwei vermissten Männer noch zu finden, wird immer geringer. Rettungskräfte hätten den Großteil des Tunnelsystems durchsucht, bislang aber keine Spur der beiden entdeckt, sagte der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi dem Sender ThaiPBS World. „Wir haben nicht mehr viele Orte übrig, an denen wir suchen können“, erklärte er. Die Chancen seien „sehr gering“.
