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Luftströme sind heißer: Hitzetage werden auch in Deutschland häufiger

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 21, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Luftströme sind heißerHitzetage werden auch in Deutschland häufiger

Immer wieder mussten in den vergangenen Jahren Hitzewarnungen ausgesprochen werden. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Zahl der Tage mit Temperaturen über 30 Grad Celsius steigt kontinuierlich an. Besonders häufig treten sie in den vergangenen 16 Jahren auf. Die Entwicklung betrifft ganz Deutschland.

Heftige Hitze wie in diesen Tagen ist im Zuge der Klimakrise hierzulande häufiger geworden – und dürfte noch weiter zunehmen. Zahlen des Deutschen Wetterdienstes belegen, dass die durchschnittliche Zahl der Hitzetage in Deutschland zugenommen hat. Als solche gelten beim DWD Tage, an denen die höchste Temperatur über 30 Grad Celsius steigt. Trotz starker Schwankungen zwischen den Jahren sei der Trend insgesamt deutlich steigend, betont das Umweltbundesamt.

Jahre mit deutlich mehr als zehn Hitzetagen waren bis vor rund zehn Jahren seltenere Ausreißer – wie etwa die Jahre 2006 und 2015 – und kommen nun immer häufiger vor: So gab es etwa 2018 gut 20 Hitzetage, 2019 und 2022 rund 17 Hitzetage und 2020 sowie 2025 rund 11 Hitzetage, wie aus den DWD-Statistiken hervorgeht.

Der Meteorologe Peter Hoffmann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung erklärt, die aktuelle Hitze sei durch Luftströme aus Südwesteuropa nach Deutschland gekommen. Diese Luftmassen seien heute deutlich heißer als noch in den 1960er bis 1980er Jahren. „Deshalb können sich bereits die ersten Hochsommertage des Jahres zu einer markanten Hitzewelle entwickeln.“ Mit der Erderwärmung verschiebe sich die Spanne möglicher Temperaturen nach oben. Damit werde das Überschreiten bisheriger Rekorde wahrscheinlicher.

Die heftigsten fünf Hitzewellen in Europa

Julian Krüger vom Max-Planck-Institut für Meteorologie hat im Zuge einer im Fachjournal „Plos One“ veröffentlichten Studie gemeinsam mit anderen Forschern die Auswirkungen von Hitzewellen in Europa aus den vergangenen 45 Jahren analysiert. Und dabei festgestellt, dass die fünf intensivsten Hitzewellen alle in den vergangenen beiden Jahrzehnten lagen: in den Jahren 2010, 2014, 2018, 2021 und 2022.

„Das europäische Sommerklima wird maßgeblich vom Klimawandel beeinflusst. Neben einer generellen Verschiebung in Richtung wärmere Temperaturen erhöht der Klimawandel auch die Wahrscheinlichkeit für außergewöhnlich hohe Temperaturen bis hin zu Hitzeereignissen, die ohne den Klimawandel nicht möglich wären“, erklärt Krüger. Mit weiterem Voranschreiten des Klimawandels sei auch eine weitere Zunahme von Hitzewellen zu erwarten.

Quelle: ntv.de, jaz/dpa

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