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Mann wollte Soldaten rekrutieren: Uni-Professor plante offenbar Anschläge auf Hunderte arabische Israelis

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerOktober 5, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Mann wollte Soldaten rekrutierenUni-Professor plante offenbar Anschläge auf Hunderte arabische Israelis

Die Bar-Ilan-Universität zeigte sich „zutiefst bestürzt“. (Foto: IMAGO/Horst Galuschka)

Ein israelischer Hochschullehrer wird festgenommen, weil er laut Staatsanwaltschaft arabische Israelis und Palästinenser töten wollte. Als Motiv werden „nationalistische Gründe“ genannt – offenbar sollten durch die Angriffe Nicht-Juden aus Israel vertrieben werden.

In Israel wird ein Universitätsprofessor beschuldigt, über mehrere Jahre hinweg Anschläge auf hunderte arabischen Israelis und Palästinenser geplant zu haben. Der Mathematikprofessor an der Bar-Ilan-Universität in der Nähe von Tel Aviv sei vor rund zwei Wochen festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Nähere Angaben zur Identität des Mannes wurden nicht gemacht.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft plante er über drei Jahre hinweg, „mehrere hundert arabisch-israelische Bürger, insbesondere Beduinen, im ganzen Land“ ebenso zu töten wie Palästinenser, die in Ostjerusalem und im besetzten Westjordanland leben. Die Staatsanwaltschaft nannte „nationalistische und ideologische Gründe“ als Motiv. Die geplanten Anschläge sollten demnach die arabisch-israelische und palästinensische Bevölkerung dazu zwingen, nach Jordanien, in den Libanon und in den Gazastreifen zu fliehen.

Der Plan des Mannes sah den Angaben zufolge vor, „72 jüdische Terroristen“ auf zwölf Zellen zu je sechs Menschen aufzuteilen, die sich unter anderem mit Pistolen, Gewehren, Äxten und Hämmern bewaffnen sollten, „um dann überraschend massenhafte Terroranschläge in gemischt bevölkerten Städten und arabischen Ortschaften zu verüben“.

Der Plan habe außerdem vorgesehen, dass diese Zellen „im Voraus koordinierte Hilfe und Unterstützung durch subversive Elemente erhalten sollten, die innerhalb der israelischen Armee rekrutiert worden wären“. Der Professor habe etwa anderthalb Jahre lang versucht, Komplizen zu rekrutieren, allerdings „ohne Erfolg“. Die Staatsanwaltschaft beantragte, den Mann bis zum Abschluss des Verfahrens in Haft zu lassen.

Die Bar-Ilan-Universität zeigte sich „zutiefst bestürzt“. Sie verurteilte die dem Professor zur Last gelegten Taten „aufs Schärfste“. Der Mann sei für die Dauer des Verfahrens suspendiert worden. Die arabischen Israelis machen etwa 20 Prozent der Bevölkerung in Israel aus.

Quelle: ntv.de, dsc/AFP

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