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Mehr als nur günstig: Das sind die besten Geschäftskonten für kleinere Unternehmen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 3, 2026Keine Kommentare5 Minuten Lesezeit
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Mehr als nur günstigDas sind die besten Geschäftskonten für kleinere Unternehmen

Mit einem Wechsel des Geschäftskontos können Unternehmen langfristig Geld sparen. (Foto: imago/photothek)

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten kann es sich lohnen, selbst vermeintlich überschaubare Einsparungen zu realisieren. Allerdings braucht ein Unternehmer mehr als nur ein günstiges Geschäftskonto. Er braucht eine Bank, die buchstäblich an seiner Seite steht, rät die FMH-Finanzberatung.

Auch wenn die Regierung tiefgreifende Reformen verspricht und einen „Investitionsbooster“ ins Leben gerufen hat: Das Wirtschaftswachstum in Deutschland schwächelt nach wie vor. Entsprechend brauchen Unternehmen eine Bank an ihrer Seite, die ihre Bedürfnisse versteht und gleichzeitig kostenoptimierte Lösungen anbietet, so FMH.

Wer noch auf der Suche nach einem solchen Partner ist, sollte sich zunächst einige wichtige Grundsatzfragen beantworten:

  • Brauche ich eine regionale Bank mit einem Verständnis für meine wirtschaftliche Situation und den Standort?

  • Oder fahre ich mit einer bundesweiten Filialbank besser, die mich hoffentlich auch bei meinen Vorhaben außerhalb der Region begleitet?

Zudem kommt es darauf an, dass sich Bankberater und Kunde auf Augenhöhe begegnen – egal, wie groß oder klein das Unternehmen ist.

Die Betrachtung der Kosten eines Geschäftskontos

Wenn diese Fragen geklärt sind, geht es daran, die Kosten zu vergleichen. Dabei gelten für Geschäftskonten andere Maßstäbe als bei Privatkonten. Denn Banken verlangen von Geschäftskunden in der Regel einen fixen Betrag für jede Transaktion – und damit für jede Überweisung, Abbuchung oder Gutschrift.

Zwar gibt es Ausnahmen von dieser Regel: Einzelne Banken und Sparkassen bieten zu einer etwas höheren Kontogebühr bis zu 100 Freiposten, die in der Gebühr pauschal enthalten sind. Hier lohnt es sich, genau nachzurechnen, ob eine solche Variante sinnvoll sein kann.

Grundsätzlich bleibt es fürs Geschäftskonto jedoch dabei: Je mehr Zahlungsvorgänge ein Unternehmen abwickelt, desto höher sind die Kontokosten. Das ist auch deshalb wichtig, weil Kartenzahlungen mit Girocard oder Debitkarte die Zahl der Buchungen und damit die monatliche Rechnung zusätzlich nach oben schrauben.

Handwerker, Ladengeschäftsinhaber, Agenturen, selbstständige Dienstleister oder andere aktive Unternehmen, die ein günstiges Konto suchen, sollten sich also zunächst einen Überblick über die Zahl der monatlichen Transaktionen verschaffen. Anschließend gilt es zu ermitteln, welche Bank für dieses Volumen das richtige Konto anbietet. Ein Solo-Selbstständiger mit wenigen Zahlungsvorgängen benötigt andere Konditionen als ein Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern und vielen größeren und kleineren Transaktionen im Monat.

Um Unternehmen die Entscheidung für das richtige Konto zu erleichtern, hat die FMH-Finanzberatung daher im Auftrag von ntv ermittelt, welche Geschäftskonten für unterschiedliche Transaktionsvolumina am günstigen sind.

Die besten Angebote für kleinere Unternehmen

Für kleine Unternehmen kalkulierten die Experten mit 15 Online-Überweisungen, 20 Gutschriften und 45 Lastschriften pro Monat – letztere werden vermutlich meist durch Debit-Kartenzahlungen erfolgen.

Das Ergebnis: Immerhin acht von 32 Banken im Vergleich erhielten in diesem Segment die Bestnote „sehr gut“. Bei den bundesweit tätigen Filialbanken belegte die Targobank den Spitzenplatz – mit Gesamtkosten von gerade einmal 268,80 Euro pro Jahr. Den zweiten Platz sicherte sich die Commerzbank. Hier müssen Geschäftskunden pro Jahr aber schon 358,80 Euro investieren.

Bei den regionalen Instituten erhielten die Kreissparkasse Köln und die Volksbank Dünnwald-Holweide, die Südwestbank, die Berliner Volksbank, die Kreissparkasse Düsseldorf, sowie die Frankfurter Volksbank und die Sparkasse Holstein die Bewertung „sehr gut“.

Spitzenangebote für Unternehmen mit bis zu 200 Transaktionen pro Monat

Für Unternehmen mit rund 200 Kontobewegungen monatlich setzte die FMH 30 Online-Überweisungen, 70 Gutschriften und 100 Lastschriften an.

Auch hier sichert sich die Targobank den Sieg unter den bundesweiten Filialbanken, knapp vor der Postbank, die ebenfalls mit „sehr gut“ bewertet wurde. Auf Platz drei folgt die HypoVereinsbank mit dem Prädikat „gut“.

Unter den Regionalbanken belegt in dieser Kategorie die Berliner Volksbank den ersten Platz mit der Auszeichnung „sehr gut“. Es folgen die Kreissparkasse Köln, die Volksbank Dünnwald-Holweide, die Sparkasse Holstein und die KT-Bank.

Deren Geschäftsgirokonto ist ein interessanter Sonderfall. Mit 50 Euro jährlichen Gesamtkosten für die Girocard ist das Konto unschlagbar günstig und schneidet im Hinblick auf die Kosten sogar noch deutlich besser ab als alle anderen getesteten Banken und Sparkassen. Dass die KT Bank dennoch nur mit „gut“ bewertet wurde, liegt daran, dass die Bank kein Kontokorrent anbietet und Guthaben auf dem Geschäftskonto nicht verzinst. Wer daran keinen Anstoß nimmt, etwa, weil er ausschließlich Kunden mit einer exzellenten Zahlungsmoral hat, für den ist das Angebot der KT in jedem Fall eine Überlegung wert, so FMH.

Generell steht die FMH auf dem Standpunkt, dass ein Kontokorrent bei Geschäftskonten zum Standard gehören sollte, da es immer wieder vorkommen kann, dass sich Zahlungseingänge verspäten. Daher wurde das Angebot der KT Bank mit einem großen Minuspunkt bewertet.

Preis ist wichtig – aber nicht das einzige Entscheidungskriterium

Fazit: Mit einem Wechsel des Geschäftskontos können Unternehmen langfristig Geld sparen. Vor einem solchen Schritt sollten sie aber nicht nur sehr genau auf die Konditionen ihrer Wahl-Bank achten, sondern stets auch den organisatorischen Aufwand berücksichtigen, der mit einem Umstieg verbunden ist. Der gesetzliche Kontowechselservice, der Privatleuten den Wechsel erleichtert, ist für Geschäftskonten nicht vorgeschrieben. Einige Institute unterstützen ihre Neukunden zwar. Dennoch kann der Verwaltungsaufwand im Einzelfall erheblich sein: Denn nicht nur Geschäftspartner, Kunden, Versicherungen und das Finanzamt müssen die neuen Bankdaten erfahren. Auch viele andere Geschäftskontakte brauchen diese Information. Hinzu kommen mögliche Kosten für neues Briefpapier oder die Anpassung digitaler Vorlagen. Aber wer das Gefühl hat, bei einer anderen Bank bessere Konditionen und Betreuung zu erhalten, sollte den Schritt wagen, rät FMH.

Quelle: ntv.de, awi

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