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Startseite»Nachrichten»Nach Stromausfall in Berlin: Rubio will „linksextreme Terroristen“ mit deutscher Hilfe bekämpfen
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Nach Stromausfall in Berlin: Rubio will „linksextreme Terroristen“ mit deutscher Hilfe bekämpfen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 16, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Nach Stromausfall in BerlinRubio will „linksextreme Terroristen“ mit deutscher Hilfe bekämpfen

Ein Polizeibeamter im Januar 2026 an der Brandstelle der Kabelbrücke im Südwesten Berlins. (Foto: picture alliance/dpa)

Im Januar sorgen Linksextremisten für einen Stromausfall in Berlin. US-Außenminister Rubio sieht darin ein Beispiel für die Radikalisierung der Szene, gegen die international vorgegangen werden müsse – auch „mit Partnern in Deutschland“.

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump will ihre Bemühungen im Kampf gegen linksextremistischen Terrorismus aus dem Ausland intensivieren. „Sie sind heute hier, weil die Lichter diesen Winter fünf Tage lang in Berlin ausgingen – der längste Stromausfall der Stadt seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagte US-Außenminister Marco Rubio bei einem Treffen mit Vertretern aus Nord- und Südamerika, Europa und Asien. Er führte dabei den Stromausfall in der deutschen Hauptstadt als Beispiel für linken Terrorismus an. Rubio warb für eine bessere, länderübergreifende Koordination und für einen intensiveren Informationsaustausch.

Nach einem folgenschweren Brandanschlag auf die Stromversorgung am 3. Januar 2026 hatten 100.000 Menschen in der Hauptstadt teils tagelang keinen Strom mehr. Die sogenannte „Vulkangruppe“ bekannte sich zu der Tat. Der Berliner Verfassungsschutz ordnet die Gruppierung dem gewaltorientierten, anarchistischen Spektrum der linksextremistischen Szene zu.

Rubio kündigte zudem an, dass die nächste Veranstaltung „mit Partnern in Deutschland“ stattfinden solle. Bereits im vergangenen Jahr hatte die US-Regierung ihr Vorgehen gegen linksextreme Gruppen verschärft. Im September hatte Trump Antifa-Strukturen in den USA zu Terrororganisationen erklärt – ein Schritt, dessen rechtliche Grundlage umstritten ist, da diese Einstufungen in den USA eigentlich nur für ausländische Organisationen gelten. 

Mitte November setzte die US-Regierung dann die linksextreme deutsche Gruppe „Antifa-Ost“ sowie drei weitere Gruppen aus Europa auf die Terrorliste. Die Vereinigung „Antifa-Ost“ soll zwischen 2018 und 2023 „zahlreiche Angriffe gegen Personen, die sie als ‚Faschisten‘ oder Teil der ‚rechten Szene‘ in Deutschland ansieht“, verübt, hieß es in einer Erklärung des US-Außenministeriums. Der Gruppe wurde außerdem vorgeworfen, „Mitte Februar 2023 eine Reihe von Angriffen in Budapest verübt zu haben“. Die anderen Gruppen agierten den Angaben zufolge vor allem in Italien und Griechenland.

Bürgerrechtler: Trump könnte Kritiker mundtot machen

Nach Einschätzung gemeinnütziger Forschungsinstitute und Bürgerrechtsorganisationen in den USA verfügt die Antifa-Bewegung über keine feste Organisationsstruktur. Für Deutschland kommt das Bundesamt für Verfassungsschutz zu einem ähnlichen Schluss. Bürgerrechtsorganisationen warnen, dass der US-Präsident politische Gegner pauschal als „Antifa“ einstufen könnte.

Die USA unterscheiden bei Terror-Einstufungen zwischen weltweit agierenden Terroristen („Specially Designated Global Terrorists“/SDGT) und ausländischen Terrororganisationen („Foreign Terrorist Organizations“/FTO). Die Unterscheidung spielt eine Rolle bei den damit verbundenen Sanktionen. Zunächst sollten die „Antifa-Ost“ und drei weitere europäische Gruppen als „SDGT“ eingestuft werden, bevor sie dann auch als „FTO“ gezählt werden sollen.

Auf der US-Terrorliste stehen auch Gruppen wie die islamistische Hamas, Al-Kaida und die Schiitenmiliz Hisbollah. Die Einstufung in den USA sorgt dafür, dass Mitglieder keine Einreiseerlaubnis mehr in das Land bekommen, mögliche Wertanlagen eingefroren werden und Geschäftsbeziehungen zu ihnen unter Strafe stehen.

Wie das US-Außenministerium außerdem mitteilte, beschränkt es ab sofort die Einreise „linksextremer Terroristen“ und mit ihnen verbündeter Gruppen. Dazu zählten unter anderem Menschen, die sich an wirtschaftlicher Sabotage beteiligt oder die zu „terroristischen Handlungen“ aufgerufen oder sie unterstützt haben.

Auch Drogenkartelle im Visier

Rubio teilte zudem mit, dass die USA zwei weitere Drogenkartelle als „ausländische Terrororganisationen“ eingestuft haben. Dabei handele es sich um die Kartelle Juárez und Los Viagras. Sie hätten „zahlreiche Anschläge auf Amerikaner, mexikanische Sicherheitskräfte und Zivilisten verübt“, hieß es zur Begründung.

Als Beispiel nannte Rubio einen Überfall auf Mitglieder einer US-Mormonen-Gemeinde im Nordwesten Mexikos im Jahr 2019. In dem mexikanischen Bundesstaat Sonora waren damals nach Angaben von Hinterbliebenen drei Frauen und sechs Kinder getötet worden. Für das „Massaker“ macht das US-Außenministerium Mitglieder der Gruppe La Línea im Juárez-Kartell verantwortlich.

Quelle: ntv.de, bho/dpa/AFP

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