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Startseite»Nachrichten»Neue Angriffswelle: Trump: Iran wird „sehr bald bereit“ für Deal sein
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Neue Angriffswelle: Trump: Iran wird „sehr bald bereit“ für Deal sein

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 22, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Neue AngriffswelleTrump: Iran wird „sehr bald bereit“ für Deal sein

Die neuen Angriffe folgen auf einen neuen Austausch verbaler Drohungen zwischen Washington und Teheran. (Foto: AP Photo/Julia Demaree Nikhinson)

Schon die zwölfte Nacht in Folge attackieren die USA Ziele im Iran. US-Präsident Trump will Teheran damit in die Situation zwingen, einen Deal einzugehen. Derweil nehmen die mit dem Iran verbündeten Huthi im Jemen wieder Schiffe im Roten Meer ins Visier.

Die US-Armee hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum Donnerstag eine neue Angriffswelle auf den Iran gestartet. Ziel sei militärische Infrastruktur in dem Land, erklärte das zuständige Regionalkommando Centcom auf X. Die Angriffe zielten darauf ab, „die Fähigkeit des Iran weiter zu schwächen, zivile Seeleute und Handelsschiffe in den Gewässern der Region zu bedrohen“. Es ist die zwölfte Nacht in Folge, dass die USA Ziele im Iran attackieren.

Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump bei einer Veranstaltung in Marietta im US-Bundesstaat Georgia betont, dass der Iran aus seiner Sicht noch nicht bereit für einen Deal sei. Immer wenn Teheran einen Kompromiss schließe, wollten sie ihn danach wieder ändern, kritisierte Trump. „Sie sind noch nicht bereit. Sie werden aber sehr bald bereit sein“, betonte er – was sich als indirekte Drohung interpretieren ließ.

Trump hatte zuvor mit einer Ausweitung der Angriffe auf zivile Infrastruktur gedroht. „Jedes Mal, wenn die Islamische Republik Iran in der Straße von Hormus auf ein Schiff schießt (…), werden die Vereinigten Staaten eine Brücke oder ein Kraftwerk bombardieren und zerstören“, schrieb er in Online-Netzwerken. Die Führung in Teheran reagierte mit eigenen Drohungen. Im Fall von US-Angriffen auf Irans Infrastruktur werde es massive Vergeltung geben, erklärte Außenminister Abbas Araghtschi auf X.

Im Roten Meer meldete derweil die Besatzung eines Tankers Beschuss. Das Schiff sei nach Angaben des Kapitäns von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, das ein Feuer ausgelöst habe, teilte die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mit. Die Besatzung bekämpfe das Feuer, es seien keine Verletzten gemeldet worden. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 70 Seemeilen (knapp 130 Kilometer) südwestlich von Al-Schukaik in Saudi-Arabien. Die Herkunft des Schiffs ist unklar.

Huthi: Verbot für saudische Schifffahrt

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen teilte etwa zur gleichen Zeit mit, sie habe zwei saudi-arabische Öltanker angegriffen, die die von ihr ausgerufene „Blockade“ im Roten Meer verletzt hätten. Das berichtete die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba. Es seien Raketen, Marschflugkörper und Drohnen eingesetzt worden. Auf beiden Schiffen brachen demnach Feuer aus, etwa zehn Schiffe seien zur Umkehr gezwungen worden. Ob die beiden Mitteilungen sich auf den gleichen Vorfall beziehen, war nicht klar.

Die Huthi hatten am Montag eine „Blockade“ für saudische Schiffe angekündigt – rund eine Woche nach einer neuen Konfrontation mit dem Nachbarland des Jemens, mit dem die Miliz seit mehr als zehn Jahren Krieg führt. Für Saudi-Arabien gelte ab sofort ein „Verbot der Schifffahrt“, sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari. Er ließ aber offen, in welchen Gewässern das Verbot gelten soll.

Die Huthi kontrollieren im Jemen vor allem den Norden des Landes und weite Teile der westlichen Küste am Roten Meer. Von hier aus können sie mit ihrem Arsenal aus Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern auch Schiffe in der Meerenge Bab al-Mandab angreifen, die zusammen mit der Straße von Hormus zu den wichtigsten Seewegen weltweit zählt. Wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormus im Iran-Krieg exportiert Saudi-Arabien einen großen Teil seines Öls derzeit über eine Pipeline aus dem Osten zum Hafen Janbu am Roten Meer.

Seit 2023 beeinträchtigten die Huthi mit Angriffen im Roten Meer – seinerzeit im Zusammenhang mit dem Gaza-Krieg – den Welthandel bereits massiv. Durch das Rote Meer und die Meerenge Bab al-Mandab („Tor der Tränen“ oder „Tor der Klagen“) vor Jemens Küste führt der Seeweg von Asien über den Suezkanal nach Europa.

Quelle: ntv.de, jog/dpa

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