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Startseite»Nachrichten»Ölpreis belastet United Airlines: Starke TSMC-Zahlen können Tech-Ausverkauf an Wall Street nicht stoppen
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Ölpreis belastet United Airlines: Starke TSMC-Zahlen können Tech-Ausverkauf an Wall Street nicht stoppen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 16, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Ölpreis belastet United AirlinesStarke TSMC-Zahlen können Tech-Ausverkauf an Wall Street nicht stoppen

Nervosität an der Wall Street: Die Börsianer warten gespannt auf die anstehenden Bilanzen der US-Technologieunternehmen. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Anhaltende Spannungen im Iran-Konflikt sowie Zweifel an immer höheren KI-Investitionen drücken die Stimmung der Anleger. Bei den Einzelwerten fliegt United Airlines zunehmend aus den Depots. Die Fluggesellschaft rechnet mit fast sechs Milliarden Dollar höheren Kerosinkosten.

Ein erneuter Ausverkauf bei den Tech-Aktien und die anhaltenden Spannungen im Iran-Konflikt belasten die Wall Street. Der breit gefasste S&P 500 verlor am Donnerstag 0,2 Prozent auf 7554 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ein Prozent auf 25.990 Zähler nach. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte mit 52.723 Punkten um seinen Vortagesschluss. „Der Markt ringt noch damit, wie der Hype um KI-Aktien zu bewerten ist und inwieweit dieser nachhaltig ist“, resümierte James Athey, Fondsmanager bei Marlborough.

Bereits am Mittwoch hatte eine angehobene Umsatzprognose bei ASML, dem wichtigsten Ausrüster der Chipindustrie, die Stimmung an den Börsen nur kurzfristig aufhellen können. Auch der taiwanische TSMC-Konzern konnte trotz eines überraschend hohen Gewinnwachstums dank der ungebrochenen Nachfrage nach KI-Prozessoren keine Euphorie bei den Anlegern entfachen. Die US-notierten Aktien des weltgrößten Chip-Auftragsfertigers gaben um 3,1 Prozent nach. Unter Druck gerieten auch US-Speicherchiphersteller wie Western Digital und Micron, die 9,7 und 6,2 Prozent einbüßten.

Besonders wichtig für die weitere Entwicklung am Markt sind Börsianern zufolge die in den kommenden Tagen anstehenden Quartalszahlen der US-Technologieunternehmen. „Bereits kleine Enttäuschungen eines Unternehmens dürften ausreichen, um die gesamte Branche unter Druck zu setzen“, sagte Andreas Lipkow, Chefanalyst des Brokers CMC Markets.

Getragen vom Erfolg der Krimiserie „I Will Find You“ und des Animationsfilms „Swapped“ hat Netflix Umsatz und Gewinn erneut gesteigert. Mit seinem Ausblick blieb der weltgrößte Streamingdienst jedoch hinter den Markterwartungen zurück. Die Aktie fiel am Donnerstag im nachbörslichen Handel an der Wall Street zeitweise um rund vier Prozent.

Im Fokus stehen bei Investoren dabei die hohen Aktienbewertungen und die Frage, wann sich die Investitionen der Unternehmen in Künstliche Intelligenz (KI) auszahlen werden. „Wir erleben eine Börse, in der Anleger bereits das Optimum eingepreist haben – Raum für Fehlschläge besteht dabei kaum“, sagte Jochen Stanzl, Chefanalyst der Consorsbank.

Bei den Einzelwerten außerhalb des Technologiesektors sprangen die Aktien des Medizintechnikkonzerns Abbott um 10,7 Prozent in die Höhe. Abbott hob seine Gewinnprognose für 2026 an. Als Grund für seinen Optimismus nannte der Konzern eine starke Nachfrage nach Herzgeräten und Krebsdiagnostik im zweiten Quartal.

Die Titel von UnitedHealth legten um 3,6 Prozent zu, nachdem der Krankenversicherer seine Jahresprognose angehoben hatte. Der Konzern erwartet nun für 2026 einen bereinigten Gewinn je Aktie von 19,50 bis 20,00 Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 18,47 Dollar gerechnet. Das Management führte dies unter anderem auf eine straffere Kostenkontrolle zurück.

Aus den Depots flogen dagegen die Papiere von United Airlines. Die Aktien der US-Fluggesellschaft fielen nach einer pessimistischen Prognose um 2,7 Prozent. Das Unternehmen rechnet damit, dass der gestiegene Ölpreis ihm im laufenden Jahr zusätzliche Treibstoffkosten von fast sechs Milliarden Dollar verursachen wird.

Quelle: ntv.de, bho/rts

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