OKC wieder im TitelfieberDurch die NBA tobt ein grollender Donner
Titelverteidiger Oklahoma City Thunder gewinnt auch das siebte Playoff-Spiel klar. Nur noch ein Sieg fehlt zum Einzug ins Conference-Finale. Die Cleveland Cavaliers mit Dennis Schröder siegen knapp.
Nationalspieler Isaiah Hartenstein steht mit Oklahoma City Thunder kurz vor dem Einzug ins Conference Final der NBA. Der Titelverteidiger setzte seine Playoff-Serie fort und besiegte die Los Angeles Lakers mit 131:108. Beim Stand von 3:0 kann OKC bereits am Montag in L.A. den Einzug in die nächste Runde perfekt machen.
Für Oklahoma war es der achte Playoff-Sieg in Folge. Nach dem finalen Triumph im vergangenen Jahr über die Indiana Pacers war der Titelfavorit in dieser Saison in der ersten Runde über die Phoenix Suns hinweggefegt. Auch den Lakers um Superstar LeBron James droht nun dieses Schicksal. Ohne den verletzten Luka Doncic waren sie vor allem in der zweiten Halbzeit hoffnungslos unterlegen. Noch kein Team in der Geschichte der NBA hat einen 0:3-Rückstand in einer Playoff-Serie aufgeholt, Coach JJ Redick gab sich dennoch kämpferisch. „Ich gebe diese Serie nicht auf“, sagte er: „Wir werden versuchen, am Montag zu gewinnen.“
Offen blieb, wie den Lakers das gelingen soll. Nach zwei Pleiten in Oklahoma verloren sie auch das erste Heimspiel deutlich. Der Belgier Ajay Mitchell (24 Punkte) und Vorjahres-MVP Shai Gilgeous-Alexander (23) dominierten in den Schlussvierteln. Hartenstein steuerte zwölf Punkte und neun Rebounds bei. Bei den Lakers erzielte Topscorer Rui Hachimura 21, James 19 Punkte. Zum Einsatz kam auch Maximilian Kleber. Er holte einen Rebound. Ausnahmespieler Doncic fehlt den Lakers mit einer Oberschenkelverletzung seit Anfang April.
Wieder Hoffnung für Schröder
Deutlich enger geht es derweil in der Serie zwischen den Detroit Pistons und Cleveland Cavaliers um Welt- und Europameister Dennis Schröder zu. Nach zwei knappen Niederlagen in Detroit gewannen die Cavaliers ihr erstes Heimspiel mit 116:109 (64:48). In einer lange hin und her wogenden Partie überzeugte vor allem James Harden in der Schlussphase mit drei wichtigen Treffern – in den ersten beiden Partien hatte er in der Schlussphase jeweils noch geschwächelt.
Topscorer der Partie war Clevelands Donovan Mitchell mit 35 Punkten, Schröder steuerte von der Bank aus kommend elf Punkte und unter anderem auch zwei Blocks bei. Bei Detroit, das in der ersten Playoff-Runde die Orlando Magic dramatisch ausgeschaltet hatte, glänzte vor allem Cade Cunningham. Dem Jungstar gelang ein sogenanntes Triple Double mit 27 Punkte und jeweils zehn Assists und Rebounds. Er hatte am Ende allerdings auch einige leichte Ballverluste zu verzeichnen.
