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Politik

Passagiere gingen nach Hantavirus-Ausbruch von Bord

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 7, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Stand: 07.05.2026 • 13:13 Uhr

Die „Hondius“, auf der sich Passagiere mit den Hantavirus infiziert haben, ist auf dem Weg nach Teneriffa. Bereits vor der Bestätigung der ersten Infektion haben auf der Insel St. Helena 29 Gäste das Schiff verlassen.

Nach dem Ausbruch des Hantavirus auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ sollen mehrere Passagiere bereits auf St. Helena von Bord gegangen sein. Nach Angaben des Unternehmens Oceanwide Expeditions verließen bei dem Stopp am 24. April auf der Südatlantikinsel 29 Gäste das Schiff. Nach Unternehmensangaben wurden alle Passagiere kontaktiert. Offiziell bestätigt wurde der erste Fall einer Hantavirus-Infektion an Bord demnach am 4. Mai.

Bisher bekannt war, dass die Ehefrau eines Niederländers auf St. Helena an Land gegangen war, nachdem ihr Mann mutmaßlich infolge einer Infektion mit dem Virus gestorben war. Die Frau und die Leiche des Mannes wurden anschließend nach Südafrika gebracht. Auf dem Flughafen in Johannesburg brach die Frau zusammen und verstarb kurz darauf ebenfalls. Dass auf St. Helena weitere Gäste das Schiff verlassen hatten, teilte Oceanwide Expeditions erst jetzt mit.

Den niederländischen Behörden zufolge soll unter den Passagieren, die die „Hondius“ auf St- Helena verließen, auch ein Schweizer gewesen sein. Der Mann habe inzwischen Symptome entwickelt und sei positiv auf das Virus getestet worden, berichteten Medien unter Berufung auf Angaben der niederländischen Regierung.

Diese bestätigte zudem, dass in Amsterdam eine Frau in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, die als Flugbegleiterin für die Airline KLM tätig ist. Sie befand sich an Bord der Maschine, mit der die Frau des auf der „Hondius“ verstorbenen Niederländers nach Johannesburg gereist war. Die niederländischen Behörden haben Kontakt zu allen Passagieren an Bord der KLM-Maschine aufgenommen. Sie werden den Angaben zufolge regelmäßig kontrolliert.

Deutsche infiziert?

Die „Hondius“ befindet sich mittlerweile auf dem Weg nach Teneriffa. Das Schiff war Ende April in Argentinien gestartet und fuhr über St. Helena zu der Inselgruppe Kapverden. Drei Menschen an Bord starben mutmaßlich infolge einer Hantavirus-Infektion, zudem gibt es mehrere Verdachtsfälle.

Gestern waren drei Personen von Bord des Schiffes geholt worden, die sich angesteckt haben könnten. Dazu zählt eine 65 Jahre alte Frau aus Deutschland. Sie wurde ins Universitätsklinikum Düsseldorf gebracht. Vonseiten der Klinik hieß es, es handele sich um „eine Kontaktperson ohne Symptome“. Der Nachweis, ob eine Infektion vorliegt, werde bis zu drei Tage dauern.

Die zweite betroffene Person wurde ins Universitätsklinikum in Leiden nahe Amsterdam gebracht. Auch die dritte, möglicherweise infizierte Person ist inzwischen per Flug nach Amsterdam gebracht worden.

Ursprung des Virus-Ausbruchs unklar

Alle Passagiere und Crewmitglieder, die sich nach an Bord der „Hondius“ befinden, sollen nach ihrer Ankunft in Teneriffa untersucht werden. Das Schiff werde „innerhalb von drei Tagen“ anlegen, teilte Spaniens Gesundheitsministerin Mónica García Gómez mit. Sollte es der Gesundheitszustand der Gäste zulassen, könnten sie anschließend in ihre Heimatländer zurückkehren. Laut Oceanwide Expeditions weisen derzeit keine Personen an Bord Symptome auf.

Wie es zu dem Ausbruch an Bord des Schiffes kam, ist unklar. Das verstorbene niederländische Ehepaar reiste seit Ende November durch mehrere südamerikanische Länder. Ob sich einer der Ehepartner während dieser Reise infizierte, ist aber nicht nachgewiesen. Die argentinischen Behörden haben angekündigt, Experten in die Regionen entsenden zu wollen, welche auch das Paar besucht hatte, um dort eine „mögliche Präsenz des Virus“ zu untersuchen.

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Dr. Heinrich Krämer
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