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Startseite»Nachrichten»Pfiffe und Flaggen: Iranischen Fans droht Wut des Regimes
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Pfiffe und Flaggen: Iranischen Fans droht Wut des Regimes

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 16, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Pfiffe und Flaggen

Iranischen Fans droht Wut des Regimes

16.06.2026 | 22:20 Uhr

Zahlreiche iranische Fans protestieren während des WM-Auftakts der Nationalmannschaft gegen das Regime in der Heimat. Dafür greift nun offenbar der lange Arm der Mullah-Justiz nach ihnen.

Die Justiz der Islamischen Republik Iran will gegen die iranischen Fußball-Fans rechtlich vorgehen, die beim WM-Spiel gegen Neuseeland die Nationalhymne missachtet und kritische Slogans gerufen haben. Nach Angaben des dem Sicherheitsrat nahestehenden Nachrichtenportals Nour News wurden viele von ihnen bereits identifiziert.

Ihnen droht die Beschlagnahmung ihrer Vermögenswerte im Iran. Auch bei den nächsten beiden WM-Spielen der iranischen Nationalmannschaft will die Justiz gegen die „Störenfriede“ rechtliche Schritte einleiten und ähnliche Strafen verhängen.

Fans protestieren

Der Iran war in der deutschen Nacht zum Dienstag im kalifornischen Inglewood mit einem 2:2 gegen Neuseeland in die WM gestartet. Dabei waren vor und in dem riesigen Stadion immer wieder Botschaften im Zusammenhang mit dem monatelangen Krieg der USA und Israels gegen den Iran kundgetan. Im Stadion versammelten sich Anhänger und Gegner des Kurses der Regierung in Teheran.

Zu sehen waren sowohl die aktuelle staatliche iranische Fahne als auch die historische aus der Zeit vor der Islamischen Revolution. Letztere wird als Symbol der Opposition angesehen, die in der südkalifornischen Diaspora viele Anhängerinnen und Anhänger hat. In der Arena hatte der Weltverband FIFA per Gerichtsbeschluss das Recht, die sogenannte „Löwe-und-Sonne“-Flagge einzukassieren – immer wieder waren Ordner bei entsprechenden Maßnahmen zu sehen.

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„Unterstütze nicht das Regime“

Oft fotografiert wurde zudem ein Banner mit der Aufschrift „42.000 #IranMassacre“. Die Botschaft wurde als Hinweis auf die gewaltsame Niederschlagung der Proteste in Teheran Anfang des Jahres mit Tausenden Opfern verstanden. Eine andere Kleingruppe zeigte ein Plakat mit der Aufschrift „Minab168“.

Irans Fußballer trotzen mit Kopfballtor allen Widrigkeiten

Damit spielten sie auf die 168 Menschen an, die bei einem Bombenangriff auf eine Mädchenschule im Süden Irans am 28. Februar ums Leben kamen, darunter zahlreiche Schülerinnen zwischen sieben und zwölf Jahren sowie viele Lehrerinnen und Eltern. Medienberichten zufolge sollen US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich sein.

Während der iranischen Nationalhymne, eigentlich ein Moment der Andacht bei Fußballspielen, waren laute Pfiffe zu hören. Die iranischen Spieler standen geschlossen am Mittelkreis und hielten sich jeweils die Hand auf die Brust. „Ich freue mich, hier die Menschen im Iran zu unterstützen, ich unterstütze nicht das Regime“, hatte ein Fan vor dem Los-Angeles-Stadion der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Die iranischen Tore wurden im Stadion lautstark bejubelt.

Verwendete Quellen: ntv.de, ter/dpa

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