Rapper zieht die ReißleineHaftbefehl soll wieder rückfällig geworden sein
In einer TV-Doku gewährte Haftbefehl einen schonungslosen Einblick in seinen Kampf gegen Drogen. Viele Fans hofften danach, die schlimmste Zeit liege hinter ihm. Ein Bericht zeichnet nun aber ein besorgniserregendes Bild seiner aktuellen Situation.
Eigentlich hatte Haftbefehl seinen Fans Hoffnung gemacht. Nach seiner schonungslosen Netflix-Dokumentation sprach der Rapper Ende vergangenen Jahres bei Auftritten sogar davon, clean zu sein. Am vergangenen Sonntag sagte der Musiker dann aber überraschend sämtliche Termine ab. Er sei aktuell „emotional und körperlich“ nicht in der Verfassung aufzutreten, schrieb er bei Instagram. Einen Grund nannte der 40-Jährige zunächst nicht. Doch einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge steckt dahinter erneut ein schwerer Kampf gegen seine Drogensucht.
In dem Statement erklärte der Rapper außerdem, „seit längerer Zeit mit gesundheitlichen und persönlichen Herausforderungen zu kämpfen. Die Zeit nach der Doku, die große Aufmerksamkeit und der ganze Rummel haben mich zusätzlich belastet.“ Die Dokumentation „Babo – Die Haftbefehl-Story“ hatte 2025 einen schonungslosen Einblick in das Leben des Rappers gegeben. Darin sprach der Musiker offen über seine Drogenprobleme und seinen Absturz. Bereits damals wurde deutlich, wie lange ihn die Sucht begleitet: Nach eigenen Angaben konsumiert Haftbefehl, der mit bürgerlichem Namen Aykut Anhan heißt, Kokain, seit er 13 Jahre alt ist.
Wie die „Bild“-Zeitung nun unter Berufung auf Informationen aus dem Umfeld des Musikers berichtet, sollen die Probleme inzwischen wieder deutlich zugenommen haben. Demnach sei Haftbefehl in den vergangenen Wochen mehrfach rückfällig geworden und habe sich zweimal freiwillig in eine Klinik begeben. Es soll es jedoch nicht gelungen sein, die Sucht dauerhaft in den Griff zu bekommen. Die Aufenthalte hätten demnach keinen nachhaltigen Erfolg gebracht.
Die Entscheidung, sämtliche Auftritte abzusagen, soll dem Bericht zufolge maßgeblich vom Rapper selbst ausgegangen sein. Haftbefehl sei derzeit nicht nur körperlich angeschlagen, sondern leide auch unter dem enormen Druck und der Aufmerksamkeit rund um seine Person. So hätten Fans zeitweise sogar vor seinem Wohnhaus ausgeharrt.
Schon in Haftbefehls Netflix-Dokumentation war sichtbar geworden, wie tief die Sucht in seinem Leben verwurzelt ist. Der Film zeigte nicht nur einen erfolgreichen Musiker, sondern auch einen Mann, der seit Jahren gegen seine Abhängigkeit kämpft. Laut „Bild“ sollen zudem Menschen aus seinem Umfeld dazu beitragen, dass es ihm schwerfällt, alte Verhaltensmuster hinter sich zu lassen. Demnach gebe es immer wieder Personen, die von seiner Bekanntheit profitieren wollten und einen Neuanfang erschwerten. Er gebe jedoch „niemandem die Schuld für meine aktuelle Situation – weder der Doku noch anderen Menschen“, betonte Haftbefehl am Montag in einer Instagram-Story. „Die Verantwortung dafür trage ich selbst.“
