Auf den ersten Blick sah das „International Burke Institute“ wie ein ganz normales Forschungsinstitut aus. Es hatte eine professionell gestaltete Website, veröffentlichte lange Fachartikel und führte bekannte Wissenschaftler als Experten an. Dazu kam ein eigener Index, mit dem angeblich bewertet wurde, wie unabhängig einzelne Staaten politisch, wirtschaftlich oder militärisch seien.
Wer über einen Link in sozialen Netzwerken auf dieser Website landete, hatte zunächst wenig Grund, misstrauisch zu werden. Alles sah danach aus, als würde hier eine internationale Gruppe von Fachleuten politische Entwicklungen untersuchen.
Doch genau dieser Eindruck war Teil der Täuschung. OpenAI stieß bei der Untersuchung mehrerer ChatGPT-Konten auf das Institut. Die Konten stammten nach Einschätzung des Unternehmens sehr wahrscheinlich aus Russland. Von dort führte die Spur zu einer Website voller angeblicher Forschung, zu mehreren Social-Media-Konten und zu einem Netzwerk aus Telegram-Kanälen.
Was genau war hier der Trick?
Im Grunde war die Methode einfach: Das angebliche Institut sollte glaubwürdig aussehen. Dafür brauchte es wissenschaftliche Texte, Autorenprofile und den Eindruck, dass dort tatsächlich geforscht wird.
Einen großen Teil dieser Arbeit erledigte das International Burke Institute allerdings nicht selbst. Stattdessen wurden bereits vorhandene Fachartikel von anderen Webseiten übernommen. OpenAI überprüfte 36 Artikel, die zwischen September 2025 und Mai 2026 auf der Website erschienen waren. 34 davon waren bereits anderswo im Internet veröffentlicht worden.
Einige dieser Texte waren mehrere Jahre alt. Andere wurden Personen zugeschrieben, die sie gar nicht geschrieben hatten. Dabei ist ein Punkt besonders wichtig: Viele der Artikel waren für sich genommen keine erfundenen Texte. Es handelte sich teilweise um echte wissenschaftliche Arbeiten.
Die Täuschung bestand darin, woher diese Forschung angeblich kam und wer sie angeblich geschrieben hatte. Dadurch konnte die Website seriös aussehen. Zwischen solchen fremden Forschungsarbeiten standen dann eigene politische Analysen des Instituts. Wer die Herkunft der Texte nicht überprüfte, konnte deshalb leicht glauben, hinter den Aussagen stehe eine etablierte Forschungseinrichtung.
Konten sehr wahrscheinlich aus Russland
Die untersuchten Konten gaben ihre Anweisungen auf Russisch ein.
Der Zugriff erfolgte laut OpenAI über VPN-Verbindungen.
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ChatGPT erstellt Beiträge
Die Betreiber ließen vor allem englische Postings und Kommentare
schreiben. Hinweise auf ihre russische Herkunft sollten sprachlich möglichst verschwinden.
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Das Fake-Institut liefert Glaubwürdigkeit
Das IBI wirkte wie ein seriöses Forschungsinstitut.
Bei 36 überprüften Fachartikeln waren jedoch
34 bereits anderswo veröffentlicht worden.
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Politische Analysen folgen
Mit einem eigenen „Souveränitätsindex“ stellte das Institut
Russland auffällig positiv dar, während unter anderem
Deutschland, Frankreich und die EU schlechter wegkamen.
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Verbreitung über Telegram und Social Media
Zur Operation gehörten Kanäle für
Deutschland, die USA, Frankreich, Polen und die Türkei.
Einzelne Telegram-Kanäle erreichten etwa
10.000 bis 20.000 Abonnements.
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Das Ergebnis: scheinbare Autorität
Website, angebliche Fachleute und echte, aber übernommene Forschung
ließen die politische Quelle unabhängiger und seriöser wirken,
als sie tatsächlich war.
Die KI war nur ein Teil der Maschine
ChatGPT schrieb laut OpenAI nicht die Forschungsarbeiten und Länderberichte
auf der IBI-Website. Die KI half vor allem bei Postings, Kommentaren,
Logos und anderen Aufgaben rund um die Verbreitung.
In einem englischen Text über Deutschland wurde aus der Ampelkoalition
die „Svetofor coalition“. „Svetofor“ bedeutet in mehreren slawischen
Sprachen, darunter Russisch, „Ampel“. OpenAI hält eine maschinelle
Übersetzung aus einer slawischen Sprache für die naheliegendste Erklärung.
Mehrere Plattformen, aber keine große öffentliche Wirkung
OpenAI ordnete die Operation am unteren Ende von Kategorie 3 der
Brookings Breakout Scale ein. Vereinfacht gesagt: Die Inhalte erreichten
mehrere Plattformen und teilweise echte Nutzer, wurden aber noch nicht
zu einem großen medialen oder politischen Thema.
OpenAI Global Affairs, „Disrupting a new covert influence campaign from Russia“,
25. August 2026. Einordnung der Reichweite nach Ben Nimmo,
Brookings Institution.
© Mimikama.org
Ein echter Fachartikel – aber der falsche Name darunter
Wie dreist das teilweise gemacht wurde, zeigt ein Artikel über den China-Pakistan-Wirtschaftskorridor. Auf der Website des International Burke Institute wurde der Beitrag der Politikwissenschaftlerin Katharine Adeney zugeschrieben. Ein Blick auf die ursprüngliche Veröffentlichung bei Cambridge University Press zeigt jedoch: Der tatsächliche Autor ist Yunas Samad.

Das ist gerade deshalb schwerer zu erkennen, weil weder der Artikel noch die genannte Wissenschaftlerin erfunden sind. Katharine Adeney gibt es tatsächlich. Auch der wissenschaftliche Text existiert. Nur gehören beide nicht zusammen.
Wer lediglich den Namen sucht, findet eine echte Wissenschaftlerin. Wer den Titel des Artikels sucht, findet eine echte Veröffentlichung. Erst die Frage „Hat diese Person diesen Text tatsächlich geschrieben?“ macht die falsche Zuordnung sichtbar.
Aus einer Lebensmittelforscherin wurde eine Migrationsexpertin
Noch deutlicher wird die Methode beim Fall Kate Howell. Auf der Website des IBI wurde sie als Expertin des Migration Policy Institute dargestellt. Ihr wurde dort ein Artikel über Migrationspolitik zugeschrieben.
Auch diesen Text gibt es tatsächlich. Er stammt vom Migration Policy Institute. Die Autorinnen und Autoren heißen allerdings Meghan Benton, Natalia Banulescu-Bogdan und Kate Hooper.


Kate Howell selbst ist ebenfalls keine erfundene Person. Sie ist Wissenschaftlerin an der Universität Melbourne. Ihr Fachgebiet ist allerdings Lebensmittelwissenschaft beziehungsweise Lebensmittelchemie – mit Migrationspolitik hat ihre wissenschaftliche Arbeit nichts zu tun.

Damit wird der Trick besonders deutlich: Eine echte Person, ein echtes Foto und ein echter Fachartikel wurden miteinander verbunden, obwohl sie in Wirklichkeit nicht zusammengehörten. Für jemanden, der nur kurz auf die Website schaut, kann so etwas vollkommen glaubwürdig wirken.
Wozu der ganze Aufwand?
Das International Burke Institute veröffentlichte nicht nur übernommene Fachartikel. Es hatte auch eigene politische Analysen und einen sogenannten „Souveränitätsindex“. Damit wollte das Institut angeblich bewerten, wie unabhängig einzelne Staaten in Bereichen wie Politik, Wirtschaft oder Militär seien.
Nach der Untersuchung von OpenAI schnitt Russland darin auffällig gut ab. Deutschland, Frankreich und die Europäische Union wurden kritischer dargestellt. Auch die begleitenden Texte klangen teilweise weniger nach nüchterner Forschung und deutlich mehr nach politischen Kommentaren.
Deutschland wurde beispielsweise als abhängig von amerikanischen Militärbasen dargestellt. Über Frankreich erschien ein Text, der Präsident Emmanuel Macron mit seiner früheren Tätigkeit bei der Rothschild-Bank verband und behauptete, das Land werde Stück für Stück verkauft.
Die fremden wissenschaftlichen Arbeiten erfüllten dabei eine wichtige Funktion: Sie sorgten dafür, dass die Website insgesamt nach Forschung aussah. Wer anschließend eine politische Analyse des IBI las, sah nicht bloß irgendeinen Kommentar einer unbekannten Seite. Rundherum standen vermeintliche Fachartikel und Expertenprofile. Genau das verlieh den politischen Aussagen eine wissenschaftliche Kulisse.
Die „Svetofor-Koalition“ verriet etwas über die Herkunft
Besonders auffällig ist ein Fehler in einem Text über Deutschland. Dort schrieb das Institut über den Zusammenbruch der „Svetofor coalition“. Gemeint war die deutsche Ampelkoalition.
Das Wort „svetofor“ bedeutet in mehreren slawischen Sprachen, darunter Russisch, „Ampel“. Im Englischen bezeichnet man die deutsche Ampelkoalition dagegen üblicherweise als „traffic-light coalition“.
Dass mitten in einem englischsprachigen Text plötzlich „Svetofor coalition“ auftaucht, ist deshalb ungewöhnlich. OpenAI hält eine maschinelle Übersetzung aus einer slawischen Sprache für die naheliegendste Erklärung.
Dieser Fehler allein beweist natürlich noch nicht, dass hinter einer Website russische Betreiber stehen. Er passt jedoch zu weiteren Erkenntnissen von OpenAI. Die untersuchten ChatGPT-Konten gaben ihre Anweisungen auf Russisch ein. Gleichzeitig sollte ChatGPT englische Texte erzeugen, in denen sprachliche Hinweise auf eine russische Herkunft möglichst verschwinden.
Da OpenAI nach eigenen Angaben keinen direkten Zugriff auf seine Modelle aus Russland erlaubt, verwendeten die Betreiber VPN-Verbindungen.
Welche Rolle spielte ChatGPT wirklich?
Hier ist eine Unterscheidung wichtig: ChatGPT schrieb laut OpenAI nicht die angeblichen Forschungsarbeiten auf der Website. Auch die Länderberichte und der Souveränitätsindex stammten nicht aus den Modellen des Unternehmens.
Die KI wurde vor allem für die Verbreitung eingesetzt. Die Betreiber ließen damit Postings und Kommentare erstellen, die auf Artikel des International Burke Institute verlinkten. Solche Beiträge tauchten auf X, Facebook, LinkedIn, Substack und Telegram auf.


Ein Teil der Konten trat offen unter dem Namen des Instituts auf. Andere sahen zunächst wie gewöhnliche Nutzerprofile aus, veröffentlichten aber fast ausschließlich Inhalte des IBI.
Auf Substack ließ das Netzwerk sogar Antworten auf Beiträge echter Nutzerinnen und Nutzer erstellen. Die Kommentare griffen das jeweilige Thema auf und enthielten anschließend häufig die Aufforderung, dem International Burke Institute zu folgen.

ChatGPT wurde also weniger zum Schreiben der eigentlichen politischen Inhalte verwendet als für deren Verpackung und Verbreitung. ChatGPT selbst wurde dabei auch nicht gehackt. Die Betreiber nutzten den Dienst über VPN-Verbindungen und setzten ihn als Werkzeug innerhalb ihrer Operation ein.
Auch deutsche Nutzer sollten erreicht werden
Zur Operation gehörten mehrere Telegram-Kanäle für unterschiedliche Länder. Für Deutschland gab es etwa den Kanal „Lahme Ente“. Nach Angaben von OpenAI wurden dort mit ChatGPT erzeugte Beiträge veröffentlicht, die regelmäßig die Ukraine, die EU und die deutsche Bundesregierung kritisierten und bessere Beziehungen zu Russland forderten.
Weitere Kanäle richteten sich an Menschen in den USA, Frankreich, Polen und der Türkei.
Ein US-Kanal trat unter dem Namen „American Observer“ auf. Die englische Beschreibung enthielt mehrere ungewöhnliche Formulierungen, die nicht nach natürlichem Englisch klangen. Der Betreiber ließ sich außerdem wiederholt Zusammenfassungen über die Aktivitäten dieser Kanäle auf Russisch erstellen.

Einzelne Telegram-Kanäle erreichten laut OpenAI ungefähr 10.000 bis 20.000 Abonnements.
War diese Kampagne erfolgreich?
Bisher offenbar nur begrenzt. Die meisten Social-Media-Beiträge bekamen laut OpenAI nur wenige Aufrufe. Auch die offiziellen Konten des International Burke Institute hatten keine besonders große Anhängerschaft. Die Telegram-Kanäle waren erfolgreicher und erreichten teilweise mehrere zehntausend Abonnements.
OpenAI ordnete die Operation auf der sogenannten Brookings Breakout Scale am unteren Ende von Kategorie 3 ein. Diese Skala reicht von eins bis sechs.
Vereinfacht gesagt bedeutet die Einstufung: Die Inhalte waren auf mehreren Plattformen unterwegs und erreichten teilweise echte Nutzer. Zu einer großen medialen oder politischen Wirkung kam es bislang aber nicht.
Bemerkenswert war vielmehr, was bereits vorbereitet worden war: eine professionell wirkende Institution, angebliche Experten, ein umfangreiches Archiv, eigene politische Analysen und mehrere Kanäle zur Verbreitung. Diese Struktur hätte später weiter ausgebaut werden können.
Wie OpenAI das Netzwerk entdeckte
Ausgerechnet die Verwendung von ChatGPT half letztlich dabei, die größere Struktur sichtbar zu machen. OpenAI untersuchte zunächst verdächtige Konten und die damit erstellten Inhalte. Über diese Aktivitäten stieß das Unternehmen auf die Social-Media-Profile, Telegram-Kanäle und schließlich auf das International Burke Institute.
Die KI machte die Arbeit der Betreiber also leichter, hinterließ durch ihre Nutzung aber gleichzeitig Spuren. OpenAI sperrte die beteiligten ChatGPT-Konten und veröffentlichte die Ergebnisse seiner Untersuchung am 25. August 2026.
Bedeutet „aus Russland“ automatisch „vom Kreml gesteuert“?
Nein. OpenAI schreibt, die untersuchten ChatGPT-Konten hätten sehr wahrscheinlich ihren Ursprung in Russland. Dafür nennt das Unternehmen unter anderem russischsprachige Eingaben und die Nutzung von VPN-Verbindungen.
Der Bericht nennt jedoch keine konkrete russische Behörde, keinen Geheimdienst und keine Regierungsstelle als Auftraggeber. Eine direkte Steuerung durch den Kreml ist damit nicht belegt.
Auch beim International Burke Institute ist die Lage komplizierter als bei einer vollständig erfundenen Fake-Website. OpenAI fand Hinweise auf einige reale Personen in Israel, die im Namen des Instituts Artikel eingereicht oder an Veranstaltungen teilgenommen haben könnten.
Eine Recherche der französischen Zeitung Le Monde ergänzt diese Spur. Demnach hatten mehrere Personen, die mit dem IBI in Verbindung standen, zuvor an Aktivitäten der israelischen Organisation „Dor Moriah“ teilgenommen. Dor Moriah ist in Israel offiziell registriert, das International Burke Institute dagegen nicht. Nach der Recherche scheint das IBI außerdem dasselbe israelische Bankkonto wie Dor Moriah verwendet zu haben.
Diese Hinweise zeigen, dass hinter dem IBI offenbar auch reale Personen und Strukturen in Israel standen. Sie belegen jedoch nicht, dass Dor Moriah die von OpenAI untersuchte Einflussoperation gesteuert hat. Auch eine direkte Verbindung der Organisation zur russischen Regierung lässt sich daraus nicht ableiten.
Welche Verbindung zwischen den realen Personen in Israel, dem International Burke Institute und den von OpenAI identifizierten Betreibern in Russland bestand, ist weiterhin ungeklärt.
Das ändert jedoch nichts an den zentralen Ergebnissen der Untersuchung: Die sehr wahrscheinlich aus Russland betriebenen ChatGPT-Konten, die kopierten und falsch zugeordneten Fachartikel sowie die Social-Media- und Telegram-Aktivitäten sind dokumentiert.
Warum dieser Fall wichtig ist
Der Fall zeigt eine Form von Desinformation, die leicht übersehen werden kann. Hier wurde nicht einfach eine spektakuläre Falschmeldung erfunden und hundertfach verbreitet. Stattdessen wurde zuerst eine glaubwürdig wirkende Quelle geschaffen.
Die Website sah seriös aus. Die Fachartikel waren teilweise echt. Auch viele der genannten Wissenschaftler existierten tatsächlich. Gerade deshalb konnte das Gesamtbild glaubwürdig wirken.
Bei unbekannten Instituten oder Forschungsseiten lohnt sich deshalb ein zusätzlicher Blick: Arbeiten die genannten Fachleute tatsächlich für diese Organisation? Sind veröffentlichte Texte dort zum ersten Mal erschienen? Und stimmen die genannten Autoren mit der ursprünglichen Veröffentlichung überein?
Im Fall des International Burke Institute genügte bei mehreren Artikeln bereits die Suche nach Titel und Autor, um zu erkennen, dass die angebliche Herkunft nicht stimmte.
Fazit
Die Behauptung stimmt. OpenAI deckte eine Einflussoperation auf, deren ChatGPT-Konten nach Einschätzung des Unternehmens sehr wahrscheinlich aus Russland betrieben wurden. Ein zentraler Bestandteil war das „International Burke Institute“, das sich als internationale Forschungseinrichtung präsentierte.
Bei einer Stichprobe von 36 angeblichen Fachartikeln waren 34 bereits anderswo veröffentlicht worden. Teilweise wurden die Texte falschen Personen zugeschrieben. In einem besonders auffälligen Fall wurde eine Lebensmittelwissenschaftlerin zur angeblichen Migrationsexpertin gemacht.
ChatGPT erstellte vor allem Postings, Kommentare und Material für die Verbreitung über soziale Netzwerke. Die eigentlichen Forschungsartikel und Länderanalysen auf der Website wurden laut OpenAI nicht mit ChatGPT geschrieben.
Die Reichweite der Operation blieb bisher begrenzt. Der Fall zeigt jedoch sehr anschaulich, wie sich echte Forschung, falsche Autorenangaben, eine professionell gestaltete Website und KI-Unterstützung kombinieren lassen, um einer politischen Botschaft den Anschein einer unabhängigen wissenschaftlichen Quelle zu geben.
1
Eine Organisation, über die sich kaum etwas finden lässt
Ein professioneller Name und eine moderne Website sind noch kein Beleg für Echtheit. Suche nach Geschichte, Leitung, Finanzierung und unabhängigen Erwähnungen.
2
Experten ohne nachvollziehbare Vergangenheit
Prüfe, ob Personen auch unabhängig auffindbar sind: frühere Veröffentlichungen, berufliche Stationen, Konferenzen oder Profile bei anderen Institutionen.
3
Viele Quellen erzählen dieselbe Geschichte
Das muss keine unabhängige Bestätigung sein. Mehrere Websites und Accounts können letztlich auf dieselbe ursprüngliche Behauptung zurückgehen.
4
Echte Fakten werden mit unbelegten Behauptungen vermischt
Reale Ereignisse, Zahlen oder Dokumente können dazu dienen, eine erfundene Schlussfolgerung glaubwürdiger erscheinen zu lassen.
5
Starke Emotionen treffen auf schwache Belege
Angst, Empörung und Misstrauen sind ein Grund, genauer hinzusehen – besonders bei anonymen Quellen, Screenshots oder schwer überprüfbaren Aussagen.
6
Die Quelle wirkt seriöser, als sie überprüfbar ist
Logos, Autorenbiografien, Studienoptik und professionelles Webdesign lassen sich leicht erzeugen. Entscheidend ist, was sich unabhängig bestätigen lässt.
International Burke Institute / Internet Archive
6. Juli 2026
Cambridge University Press / Critical Pakistan Studies
7. Juli 2025
Migration Policy Institute
April 2025
Brookings Institution
September 2020
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
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