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Startseite»Nachrichten»Schenkte Sohn das Gewehr: Vater von High-School-Attentäter muss 15 Jahre in Haft
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Schenkte Sohn das Gewehr: Vater von High-School-Attentäter muss 15 Jahre in Haft

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 30, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Schenkte Sohn das GewehrVater von High-School-Attentäter muss 15 Jahre in Haft

Die Staatsanwaltschaft wollte Colin Gray für 80 Jahre im Gefängnis sehen. (Foto: picture alliance / Hyosub Shin/Pool Atlanta Journal-Constitution via AP)

Sein Sohn 14-jähriger droht, Menschen an seiner Schule töten zu wollen. Dennoch schenkt sein Vater ihm zu Weihnachten ein halbautomatisches Gewehr. Das setzt der Junge ein und tötet vier Menschen. Er selbst sitzt lebenslang in Haft. Sein Vater folgt ihm jetzt dorthin, wenn auch deutlich kürzere Zeit.

Fast zwei Jahre nach dem tödlichen Schusswaffenangriff eines Jugendlichen auf eine Schule in den USA ist dessen Vater zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Colin Gray hatte seinem Sohn Colt das Gewehr geschenkt, mit dem dieser im Bundesstaat Georgia vier Menschen ermordete. Der Richter blieb mit der Strafe laut örtlichen Medien deutlich hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft nach 80 Jahren Gefängnis zurück.

Es war ein Weihnachtsgeschenk: Im Dezember 2023 überreichte Colin Gray seinem Sohn ein halbautomatisches Gewehr vom Typ AR-15. Zu diesem Zeitpunkt hatte Colt bereits damit gedroht, einen Amoklauf an einer Schule zu verüben.

Neun Monate später setzte Colt Gray seinen Plan in die Tat um: Im September 2024 tötete er laut Justiz zwei Schüler sowie zwei Lehrer in der Kleinstadt Winder rund 70 Kilometer nordöstlich von Atlanta und verletzte neun weitere Menschen. Dabei nutzte der damals 14-Jährige das Geschenk seines Vaters.

14-Jähriger wollte durch Amoklauf berühmt werden

Der Sohn wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Er habe die Tat aus Sucht nach „Berühmtheit“ begangen, befand der Richter.

In einem für die USA ungewöhnlichen Schritt wurde auch der Vater angeklagt. Geschworene im Bundesstaat Georgia sprachen den heute 55-jährigen Colin Gray im März wegen Totschlags und fahrlässiger Tötung an der Apalachee High School schuldig. Die Verteidigung hatte bestritten, dass er von den psychischen Problemen seines Sohnes gewusst hatte.

Die USA werden immer wieder von Schusswaffenangriffen an Schulen erschüttert. Etwa ein Drittel der Erwachsenen im Land besitzt eine Feuerwaffe, selbst für halbautomatische Gewehre sind die Vorschriften lax.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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