„Sieht nicht gut aus“
Innenbandriss? Große WM-Sorgen um verletzten Schlotterbeck
21.06.2026 | 02:05 Uhr
Nico Schlotterbeck beißt gegen die Elfenbeinküste eine Hälfte die Zähne zusammen, dann muss er verletzt vom Rasen. Bundestrainer Julian Nagelsmann ist besorgt. Ist die WM für den BVB-Profi gelaufen?
Nationalspieler Nico Schlotterbeck droht bei der Fußball-WM eine längere Pause – womöglich sogar das Turnier-Aus. Der Innenverteidiger von Borussia Dortmund habe „irgendwas am Innenband, er muss morgen ins MRT. Es sieht auf jeden Fall nicht ganz so gut aus – leider“, sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann nach dem 2:1 (0:1)-Sieg gegen die Elfenbeinküste im ZDF.
Eine Untersuchung am Sonntag soll genaueren Aufschluss über die Schwere der Verletzung geben, MagentaTV berichtete vom Verdacht auf einen Innenbandriss. Schlotterbeck war gegen die Ivorer zur Pause angeschlagen ausgewechselt worden. Der 26-Jährige klagte in Toronto nach einem Zweikampf mit Amad Diallo über Schmerzen.
Deutschland – Elfenbeinküste 2:1 (0:1)
Tore: 0:1 Kessie (30.), 1:1 Undav (68.), 2:1 Undav (90.+4)
Deutschland: Neuer – Kimmich, Tah, Schlotterbeck (46. Rüdiger), Brown – Pavlovic (60. Amiri), Nmecha – Sané (60. Leweling), Musiala (60. Undav), Wirtz – Havertz (85. Goretzka); – Trainer: Nagelsmann
Elfenbeinküste (Cote d’Ivoire): Fofana, Singo (83. Doué), Kossounou, Agbadou, Konan, Kessié, Sangaré (75. Fofana), Amad (75. Adingra), Inao Oulai, Diomande (85. Pépé), Bonny (75. Guessand); – Trainer: Faé
Schiedsrichter: Juan Benítez (Paraguay)
Gelbe Karten: keine
Zuschauer: 43.036 (ausverkauft) in Toronto
Schlotterbeck wurde zunächst mit Eis behandelt, kam wieder ins Spiel und wurde dann doch ausgetauscht. Nagelsmann entschied sich für Antonio Rüdiger als Ersatz. Der Abwehrspieler von Real Madrid hatte sich auf eine WM in der zweiten Reihe eingestellt.
„Er hat die Qualität mit dem linken Fuß im Spielaufbau, diese Verlagerungsqualität können wir nicht eins zu eins ersetzen“, sagte Experte Thomas Müller bei MagentaTV über einen möglichen Schlotterbeck-Ausfall und ergänzte: „Er hat auch diese Stärke in der Offensive bei den Standardsituationen. Da war er ganz klar Zielspieler. Aber Toni kann das auch, das muss sich nur wieder einspielen.“ Schlotterbeck hatte im vergangenen Jahr fast ein halbes Jahr wegen eines Meniskusrisses im linken Knie gefehlt.
Verwendete Quellen: ntv.de, mar/sid
