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Startseite»Politik»Städtetag fordert Milliardensummen für Klimaanpassung
Politik

Städtetag fordert Milliardensummen für Klimaanpassung

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 30, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 30.07.2026 • 07:21 Uhr

Hitzewellen belasten Körper, Psyche, Infrastruktur – umso mehr in Städten, in denen es kaum Möglichkeit zur Abkühlung gibt. Dem müsse man mit Investitionen entgegenwirken, fordert der Deutsche Städtetag.

Bis zu 39 Grad werden heute in Deutschland erwartet. Angesichts dieser neuen Hitzewelle hat der Deutsche Städtetag Bund und Länder aufgefordert, Klimaanpassungsmaßnahmen der Kommunen stärker finanziell zu unterstützen. Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, es müssten bundesweit Milliardensummen investiert werden. Die Städte könnten das nicht alleine stemmen.

„Bestehende Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene reichen für diese umfassende Umsetzung nicht aus“, kritisierte Schuchardt. Es komme nun darauf an, dass die Umsetzung von kommunalen Klimaschutz- und Klimaanpassungskonzepten dauerhaft und planbar von Bund und Ländern mitfinanziert werde, forderte er. Klimaanpassung sei kein „Nice to have“, sondern existenziell für die Zukunft.

Aufgeplatzter Asphalt, fehlende Klimaanlagen

Man müsse sich ganz grundsätzlich anschauen, wie die notwendigen Investitionen für Klimaschutz und Klimaanpassung organisiert werden. Als Beispiele nannte Schuchardt Hitzevorsorgemaßnahmen wie die Entsiegelung von Böden und mehr Grün in den Städten.

Nach der Hitzewelle im Juni war bereits darüber diskutiert worden, ob und wie schlecht Deutschland an extreme Temperaturen angepasst ist. So waren unter anderem Autobahnen gesperrt worden, weil die oberste Asphaltschicht aufgeplatzt war, die Deutsche Bahn hatte von Zugreisen dringend abgeraten und Krankenhäuser und Pflegeheime hatten Alarm geschlagen. Der Städtetag hatte bereits zu diesem Zeitpunkt darauf hingewiesen, dass ein besserer Hitzeschutz oft am Geld scheitere, das die Kommunen dafür aufbringen müssten.

Zweiter Hitzemonat in Folge

Nach dem rekordverdächtigen Juni ist nun auch der Juli laut Deutschem Wetterdienstes (DWD) besonders warm gewesen. Nach vorläufigen Angaben des DWD ist er der fünfte Monat in Folge, der deutlich sonniger ausfällt als im vieljährigen Mittel. „Der Monat war vergleichsweise niederschlagsarm, die Sonnenscheindauer ist überdurchschnittlich hoch“, so der DWD.

Im Vergleich zur Referenzperiode 1961 bis 1990 sei der Juli wärmer gewesen, hieß es. Nach derzeitigem Stand werde er sich voraussichtlich unter den zehn wärmsten Juli-Monaten einreihen.

Der Juni 2026 war nach vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes der zweitwärmste Juni gewesen, den es jemals gab. Die Temperatur habe im Mittel bei 19,5 Grad gelegen, teilte der DWD in einer vorläufigen Auswertung damals mit. Nur 2019 sei es mit im Schnitt 19,8 Grad noch wärmer gewesen.

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Dr. Heinrich Krämer
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