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Startseite»Nachrichten»Stark und stolz und ohne Wahl?: Trump macht iranischer Führung ein Kompliment
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Stark und stolz und ohne Wahl?: Trump macht iranischer Führung ein Kompliment

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 7, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stark und stolz und ohne Wahl?Trump macht iranischer Führung ein Kompliment

Trump bei einer Rede im Mai. (Foto: picture alliance / newscom)

Seit drei Monaten dauert der Krieg der USA und Israel gegen die Iran an und der US-amerikanische Präsident sagt weiterhin: „Ich komme sehr schnell voran.“ Sein Vergleichmaßstab ist jedoch der Vietnam-Krieg.

US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit dem US-amerikanischen Sender NBC erklärt, die iranische Anführer hätten noch kein Abkommen mit den USA zur Beendigung des laufenden Kriegs erzielt, da sie „stark“ und „stolz“ seien. Letztlich hätten sie jedoch „keine andere Wahl“, als eine Einigung zu erzielen.

Trump vertrat dabei die Ansicht, dass der Iran das meiste seiner militärischen Kapazität verloren habe. „Aber sie verfügen noch über Kapazitäten“, fügte er hinzu. „Sie haben noch einige Raketen, sie haben einige Drohnen“, so der US-Präsident. „Ich würde sagen, prozentual gesehen vielleicht 21 bis 22 Prozent ihrer Raketen. Das sind zwar viele Raketen, aber es ist nicht mehr das, was es zu Beginn unserer Angriffe war.“

Es blieb unklar, worauf Trumps Schätzung des iranischen Raketenarsenals beruhte. Zuletzt hatte es immer wieder Medienberichte gegeben, die unter Berufung auf US-Beamte oder Geheimdiensterkenntnisse nahelegten, dass der Iran weiter über einen großen Teil seiner Raketen verfügt. Die „New York Times“ etwa berichtete Mitte Mai, der Iran verfüge noch über etwa 70 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie rund 70 Prozent seines Raketenarsenals. Die „Washington Post“ hatte ähnliche Zahlen genannt.

Doch keine Eile mehr?

NBC zufolgte kritisierte Trump in dem Interview auch all diejenigen, die ihn zu einem raschen Deal mit dem Iran drängten und sagte: „Es erfordert Jahre, so etwas zu erreichen.“ Er fuhr fort und verglich den Krieg mit einem anderen: „Ich komme sehr schnell voran. Ich bin erst in meinem dritten Monat. Vietnam dauerte 19 Jahre.“

In den Wochen und Monaten des Kriegs mit dem Iran rund um die Straße von Hormus hatte Trump zuvor mehrmals noch angedeutet, dass eine Einigung unmittelbar bevorstehe.

Israel und die USA hatten den Iran vor drei Monaten angegriffen. Seit dem 8. April herrscht in dem Krieg eigentlich eine Waffenruhe. Dennoch kommt es immer wieder zu gegenseitigen Angriffen, zuletzt in der Nacht auf Samstag. Regionale Staaten und vor allem Pakistan vermitteln zwischen Washington und Teheran, um den Krieg dauerhaft zu beenden.

Mehr zum Iran-Krieg lesen Sie im betreffenden Liveticker.

 

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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