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Startseite»Nachrichten»Straße von Hormus wohl frei: Iranische Delegation verhandelt trotz Trump-Drohung weiter
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Straße von Hormus wohl frei: Iranische Delegation verhandelt trotz Trump-Drohung weiter

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 22, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Straße von Hormus wohl freiIranische Delegation verhandelt trotz Trump-Drohung weiter

Die Delegationen beraten im schweizerischen Bürgenstock. (Foto: picture alliance/dpa/KEYSTONE)

Kurz nach Beginn der Gespräche zwischen dem Iran und den USA droht der US-Präsident mit neuen Angriffen. Die iranische Delegation verlässt daraufhin den Verhandlungsort in der Schweiz. Doch ein US-Diplomat gibt Entwarnung.

Die Gespräche zwischen Delegationen der USA und des Iran in der Schweiz gehen nach US-Angaben trotz des Streits um Äußerungen von Präsident Donald Trump weiter. Ein US-Diplomat sagte in der Nacht auf Montag, die iranische Delegation befinde sich nach wie vor im Luxushotel Bürgenstock. Bei den Gesprächen gehe es unter anderem darum, „verwirrende Botschaften des Iran“ über die Straße von Hormus zu klären, sagte der US-Diplomat.

Wenige Stunden später teilte das Außenministerium in Teheran am frühen Montagmorgen mit, dass ein Mechanismus für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus vereinbart worden sei. Die Arbeit der Verhandlungsdelegation sei nach 18 Stunden abgeschlossen, die technischen Teams setzten ihre Arbeit jedoch fort. Die Vermittler Katar und Pakistan würden ein Dokument mit den vereinbarten Eckpunkten veröffentlichen. Damit sei der Grundstein für Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen gelegt. Auch bei der Umsetzung der Verpflichtungen der Gegenseite gebe es Fortschritte, berichten staatliche iranische Medien übereinstimmend.

Die iranische Delegation hatte am Sonntag laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna zwischenzeitlich den Verhandlungsort verlassen. Grund waren Drohungen Trumps mit neuen Angriffen auf den Iran wegen Teherans Unterstützung der Hisbollah-Miliz im Libanon.

Abkommen soll auch Frieden im Libanon sichern

Trump hatte kurz nach Beginn der Verhandlungen bei Truth Social gewarnt: „Der Iran muss unverzüglich verhindern, dass seine hochbezahlten, an ihn angeschlossenen Gruppen im Libanon Probleme verursachen. Wenn sie das nicht tun, werden wir den Iran erneut sehr hart angreifen, so wie wir es letzte Woche getan haben, wenn nicht noch härter,“ drohte der US-Präsident. Die vom Iran finanzierte Hisbollah-Miliz hatte sich in den vergangenen Tagen heftige Gefechte mit der israelischen Armee geliefert.

Am Mittwoch hatten der Iran und die USA ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges geschlossen. Dieses sieht eine sofortige Waffenruhe für die gesamte Region einschließlich des Libanon vor. Allerdings waren Israel und die Hisbollah nicht an dem Abkommen beteiligt.

Quelle: ntv.de, bho/AFP/rts

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