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Strecke Köln – Berlin betroffen: Trotz Generalsanierung fallen in NRW viele Züge aus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 13, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Strecke Köln – Berlin betroffenTrotz Generalsanierung fallen in NRW viele Züge aus

Pendler waren in der Region schon in den vergangenen Monaten deutlich länger unterwegs. (Foto: dpa)

Fünf Monate lang saniert die Bahn die Strecke Köln – Wuppertal – Hagen. Der Zugverkehr soll verlässlicher werden. Der erste Tag nach der aufwendigen Modernisierung zeigt jedoch das Gegenteil. Denn am letzten Tag macht ein Sachverständiger eine folgenschwere Entdeckung.

Bei der Deutschen Bahn fallen am ersten Werktag nach der monatelangen Generalsanierung auf der Strecke Köln – Wuppertal – Hagen viele Züge aus oder sind verspätet. Betroffen sind der Fern- und der Regionalverkehr. „Der Grund dafür sind Unregelmäßigkeiten bei Bauarbeiten der Generalsanierung“, teilte die Bahn mit.

Seit Anfang Februar ist die wichtige Strecke in Nordrhein-Westfalen aufwendig modernisiert worden. Dadurch sollte der Zugverkehr „verlässlicher und leistungsfähiger“ werden. Störungen und Verspätungen sollten sich „deutlich reduzieren“, hatte die Bahn versprochen.

Doch ausgerechnet am letzten Tag der Generalsanierung fiel auf, dass eine Brücke marode ist. Deshalb konnte die Strecke nur eingleisig freigegeben werden. Außerdem müssen die Züge auf dem gesamten 65 Kilometer langen Abschnitt von Köln bis Hagen nach der Sanierung noch deutlich langsamer fahren.

Im Fernverkehr hat das laut Bahn Auswirkungen etwa auf die ICE-Verbindung von Köln nach Hannover und Berlin. Einige Züge beginnen und enden in Hamm – dadurch entfallen Halte in Köln, Solingen, Wuppertal und Hagen. Züge, die nicht ausfallen, sind deutlich verspätet unterwegs.

Fast 800 Millionen Euro

Die Strecke von Köln über Wuppertal nach Hagen war seit Anfang Februar gut fünf Monate lang aufwendig saniert worden. Pendler im Regionalverkehr mussten in dieser Zeit auf Ersatzbusse umsteigen, die deutlich länger unterwegs waren als sonst die Züge. Fernzüge wurden weiträumig umgeleitet. Knapp 800 Millionen Euro hat die Bahn in die Generalsanierung investiert.

Seit Freitagabend sollte eigentlich alles wieder nach Plan laufen. Dann allerdings fand ein Sachverständiger bei einer routinemäßigen Prüfung einen Schaden an einem tragenden Bauteil einer Brücke bei Opladen. Aus Sicherheitsgründen sei deshalb eines der beiden Gleise gesperrt worden, teilte die Bahn mit. Die betroffene Brücke wurde nach Angaben der Bahn bei der abgeschlossenen Korridorsanierung nicht erneuert, weil die bisherigen Inspektionen – zuletzt Ende 2025 – keine Schäden gezeigt hätten.

Quelle: ntv.de, chl/dpa

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